Hat das linke Lager die Oberbürgermeisterwahl am Sonntag in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt gewonnen? Auf den ersten Blick ja, denn wie der NRD berichtet, siegte Samet Yilmaz von den Grünen mit 54,1 Prozent. Die Frage lautet aber: Wie links ist jemand, dem eine beängstigende Nähe zu den Grauen Wölfen vorgeworfen wird (unzensuriert berichtete)?
Siegten die Grauen Wölfe in Kiel?
Yilmaz setzte sich bei der Stichwahl gegen den parteilosen Kandidaten Gerrit Derkowski durch. Dem NDR zufolge hatten die Kieler bereits am 16. November “ihr Kreuz gemacht – doch es erhielt keiner der insgesamt neun Kandidatinnen und Kandidaten die absolute Mehrheit. Mit 28,7 Prozent lag der von CDU und FDP unterstützte Derkowski im ersten Wahlgang vor dem Kandidaten der Grünen, der 24,8 Prozent der Stimmen bekam”. Nun gewann also Yilmaz in der Stadt mit einem Migrantenanteil von 77.214 (30,8 Prozent).
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Weitere InformationenWahlberechtigt waren 190.779 Kieler. Davon gaben 82.063 ihre Stimmen gültig ab. Dabei zeigt sich, wie erschreckend egal es vielen Bürgern war, dass Ihre Stadt nun von jemandem mit solch fragwürdigen Verbindungen regiert wird. Sogar linke Parteien wie die Linke und die Piratenpartei forderten Aufklärung in Sachen Grauer Wölfe. Die Jusos der SPD weigerten sich, eine Wahlempfehlung für Yilmaz abzugeben. Und trotzdem wurde er gewählt. Ein Schelm, wer dabei an die ethnische Wahl denkt.
Größte Gruppe sind die Nichtwähler
Man fragt sich, ob die Wähler einfach nicht mitbekommen haben, wer da antritt, um ihre Stadt zu beherrschen? Dabei hat auch der NRD das Thema vor ein paar Monaten aufgegriffen. Eventuell haben die Wähler einfach den Kopf in den Sand gesteckt. Dabei hätten sie zum Beispiel mit Hubert Pinto de Kraus von der AfD einem Kandidaten eine Chance geben können, der eine Alternative zur Überfremdung der Stadt ist. Aber nur 5,8 Prozent der Bürger wollten das. Bei den Grauen Wölfen könnten nun jedenfalls die (alkoholfreien!) Sektkorken knallen.
Yilmaz gewann die Wahl jedenfalls mit 44.403 Stimmen, was 23,3 Prozent aller Wahlberechtigten entspricht. Derkowski konnte 37.660 Stimmen (19,7 Prozent) auf sich vereinigen. Die Beteiligung sank vom ersten Wahlgang, als 48,7 Prozent abgestimmt hatten, noch einmal um mehr als fünf Punkte. Wer aber bei einer Wahl zu Hause bleibt, der wird trotzdem von denen regiert, die gewählt wurden. Den Mächtigen ist es egal, wie niedrig die Wahlbeteiligung der durchaus zu Recht Unzufriedenen ist.
