Babler, Hafenecker, Parlament

SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler schaute nur noch stoisch in den vor ihm liegenden Akten, als ihm FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker eine Standpauke hielt.

19. November 2025 / 17:20 Uhr

Unglaubliche Vorwürfe gegen SPÖ-Vizekanzler Babler im Parlament

SPÖ-Medienminister Andreas Babler will die Medienförderung evaluieren, weil heimische Medienhäuser unter zunehmenden wirtschaftlichen Druck stehen. Doch das „Wie“ stößt auf Kritik und veranlasste FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker zu einer Standpauke, die er Babler im Parlament von Angesicht zu Angesicht hielt.

Verlierer-Ampel bastelt an Meinungshoheit

Während nämlich die Verlierer-Ampel auf eine „einheitliche Medien-Förderstrategie“ drängt und dem Vernehmen nach „Qalitätsjournalismus“ fördern möchte, sieht Hafenecker im neuen Gesetz eine „Medien-Kontroll-Strategie“, die Medien weiter von der Regierung abhängig machen sollen, um die Meinungshoheit nicht zu verlieren.

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30 Millionen Euro für Zeitungen in Schulen

Babler wolle, so Hafenecker, mit Steuergeld Zeitungen fördern, die keiner mehr lesen möchte, „weil die Menschen jeden Tag belogen werden“. In Rage geriet der FPÖ-Mediensprecher vor allem bei dem Babler-Projekt „Mein Zeitungs-Abo“, das 30 Millionen Euro verschlingen soll. Dabei handelt es sich um Zeitungen, die Schülern gratis zur Verfügung gestellt werden.

Babler bestimmt, was Schüler lesen dürfen

Hafenecker sagte Richtung Babler, der allein und verlassen auf der Regierungsbank saß und nur noch stoisch in den vor ihm liegenden Akten sah:

Warum, Herr Vizekanzler Babler, glauben Sie überhaupt, dazu berufen zu sein, unsere Jugendlichen zu bevormunden, insofern, was sie lesen dürfen, und was nicht. Sie möchten ein Wahrheitsministerium schaffen, in dem Sie die Zeitungen aussuchen, die den Schülern dann vorgelegt werden dürfen.

Die kritische Journalistin Elsa Mittmannsgruber, die auch für den Fernsehsender AUF1 arbeitet, wollte die Bank mit “Debanking” mundtot machen. Sie ist nicht die einzige Betroffene einer solchen Maßnahme.

“Debanking” als legitimes Mittel gegen alternative Medien

Hafenecker sah in der neuen Medienstrategie auch einen Anschlag auf neue und alternative Medien. Er erwähnte dazu eine Podiumsdiskussion am 13. November mit der Rundfunk und Telekom Regulierungs-Gmbh (RTR), dem ORF und der Bundesstelle für Sektenfragen. Deren Chefin soll es bei dieser Veranstaltung als legitimes Mittel angesehen haben, „Debanking“, also Kontokündigung, und Finanzpolizei gegen alternative Medien einzusetzen. Gegen das, so Hafenecker, müsste der Medienminister eines demokratischen Landes vorgehen, „aber Sie machen genau das Gegenteil“.

Im Anhang finden Sie den Entschließungsantrag der Verlierer-Ampel zur Medien-Förderstrategie:

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