Staatssekretär Alexander Pröll und Beate Meinl-Reisinger

Die Neos gehen ÖVP und SPÖ zunehmend auf die Nerven. Das Gesicht von ÖVP-Staatssekretär Alexander Pröll – hier neben Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger bei der Landeshauptleute-Konferenz in der Steiermark – sagt alles.

16. November 2025 / 09:32 Uhr

„Reform-Motor“ oder „teuerster Steigbügelhalter der Zweiten Republik“?

Während Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger ihre Partei gestern, Samstag, bei einer Mitgliederversammlung in Wien als „Reform-Motor“ der Verlierer-Ampel bezeichnete, nannte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz die Pinken den „teuersten Steigbügelhalter der Zweiten Republik“.

Tatsächlich dürfte der angebliche Reform-Motor ziemlich ins Stocken geraten sein, denn Meinl-Reisinger selbst bat die Mitglieder um Geduld, denn Reformen könnten nur „Schritt für Schritt“ erfolgen. Gleichzeitig forderte sie die Regierung – also sich selbst – zu strukturellen Maßnahmen bei der Budgetsanierung und mehr Transparenz bei den Staatsfinanzen auf.

“Jeden Funken von Glaubwürdigkeit verspielt”

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FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz sprach daraufhin von einer „Selbstbeweihräucherung“ der Neos, die an Zynismus kaum zu überbieten sei. Denn die Realität sehe anders aus. Wörtlich sagte er in einer Aussendung:

Die Neos sind nicht der Motor, sondern der teuerste und willfährigste Steigbügelhalter in der Geschichte der Zweiten Republik. Für einen Außenministerposten für Frau Meinl-Reisinger und einen Versorgungsposten für Sepp Schellhorn haben sie jeden Funken Glaubwürdigkeit verspielt und ihre Wähler verraten. Zusätzlich haben sie ihre eigene Partei geopfert und sogar Neos-Abgeordnete kehren deshalb dieser Truppe schon den Rücken.

Schutzpatrone der Freunderlwirtschaft

Schnedlitz vermisste den Aufschrei der Neos in der Causa Wirtschaftskammer, zur Pflichtmitgliedschaft und Gehaltsexzessen in den Kammern. Und wenn Meinl-Reisinger und Schellhorn sich dann auch noch als Schutzpatrone für dubiose NGOs und damit auch zum Teil von schwarzer und roter Freunderlwirtschaft geben, wisse man, wie kaputt die Neos mittlerweile seien.

250 Tage im Amt – kein Grund zum Feiern

Die Verlierer-Ampel aus ÖVP, SPÖ und Neos ist nun 250 Tage im Amt und hat keinen Grund zum Feiern. Die ÖVP leidet unter ihren Skandalen wie dem Postenschacher ihres Klubobmanns August Wöginger oder am zähen Abgang ihres mächtigen Strippenziehers Harald Mahrer aus der Wirtschaftskammer.

Beim Koalitionspartner SPÖ gibt es schwere Verwerfungen. Immer mehr zerbrechen sich in der Partei den Kopf darüber, wie man Vizekanzler und Parteichef Andreas Babler loswerden könnte.

Ältere Generation weiter im Neos-Fokus

Und die Neos gehen sowohl der ÖVP und der SPÖ zunehmend auf die Nerven. Den meisten Wählern sowieso, denn auch am Samstag bei der Mitgliederversammlung gingen sie wieder auf die ältere Generation los. Der pinke Abgeordnete Veit Dengler möchte über die Leistungshöhen bei Pensionen sprechen. Dass die Menschen länger als bis 65 Jahre arbeiten sollen, bleibt ohnehin eine bekannte Neos-Maxime.

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