Der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) zeigte auf Oe24 kein Verständnis für die Pläne der Verlierer-Ampel, ehemalige Leistungsträger, die jetzt in Pension sind, zu bestrafen.
Pensionisten leiden am meisten unter Teuerung
Gefragt nach den Plänen von ÖVP-Kanzler Christian Stocker, die Pensionsanpassung weit unter der Inflationsrate (derzeit 4,1 Prozent) bei rund zwei Prozent durchführen zu wollen, antwortete Kunasek:
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Weitere InformationenAlso da muss ich ganz klar sagen, da habe ich kein Verständnis dafür. Ehemalige Leistungsträger zu strafen, ist der falsche Weg. Nein, das ist schwierig nachzuvollziehen. Warum? Weil ja gerade jene, die wirklich auch eingezahlt haben, die jahrzehntelang Leistung erbracht haben, jetzt aber auch am meisten unter der Teuerung leiden, dann auch noch bestraft werden.
“Spüre keine Aufbruchstimmung”
Das führe, so der Landeshauptmann, genau zu dieser Abwärtsspirale im Denken, wo man dann mehr Depression als Aufbruchstimmung spüre – „also das würde ich auf alle Fälle nicht tun“.
Was vielmehr gebraucht werde, sei eine Entlastung der Bürger, positives Mindset, Impulse für die Wirtschaft – „runter mit den Lohnnebenkosten“.
Doskozil: “Angriff auf die Rentner”
Kunsaek steht mit dieser Meinung offensichtlich nicht alleine da. Auch Hans Peter Doskozil, SPÖ-Landeshauptmann im Burgenland, beschwört seine Partei, diese „Pensionskürzung“ keinesfalls mitzutragen. Er sieht die Ampel-Pläne als Angriff auf die Rentner des Landes.
Versprechen gebrochen
Wird SPÖ-Chef Andreas Babler auf Doskozil hören? Kaum denkbar. Druck kommt aber auch von ÖGB-Bundespensionisten-Vorsitzender Monika Kemperle, die mit der Regierung hart ins Gericht geht:
Noch vor wenigen Monaten wurde den Menschen in Österreich versprochen, dass die Pensionen nicht angetastet werden. Heute zeigt sich leider, dass dieses Versprechen nicht hält.
