Vizekanzler und SPÖ-Chef Andreas Babler sorgte bei seiner Amtsübernahme im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) für Aufsehen: Wie eine parlamentarische Anfrage nun zeigt, ließ er für den Abschied seines Vorgängers Werner Kogler (Grüne) ein Buffet um stolze 2.091,36 Euro aufstellen – natürlich bezahlt aus Steuergeldern.
Verpflegung für alle Mitarbeiter
Am 3. März 2025 übernahm Babler die Amtsgeschäfte von Kogler im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) in der Radetzkystraße. Im Rahmen der Feierlichkeiten waren alle Mitarbeiter des Ressorts eingeladen. Offiziell sollte das “Get-together” die Gelegenheit bieten, den neuen Ressortchef persönlich kennenzulernen.
Alle anderen Minister verzichteten auf Luxus-Buffet
Damit steht Babler einigermaßen alleine da, denn die Antwort auf die Anfrage von FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz zeigt, dass der SPÖ-Chef der einzige Minister war, bei dessen Amtsübernahme Catering-Kosten anfielen. Ein teurer Spaß angesichts der katastrophalen Budget-Lage und der wieder anziehenden Inflation.
Nur die Geschenke für Kogler zahlte Babler selbst
Babler verteidigte sich damit, dass er Koglers Abschiedsgeschenke selbst bezahlt hätte. Es handelte sich dabei um eine Zeichnung Kogler beim Fußballspielen, auf der ehemalige Grünen-Vorsitzende mit einem Luchskopf abgebildet ist – ein schlaues, zielstrebiges und fokussiertes Tier, dass gut zu seinem Vorgänger passe, meinte Babler. Auch über ein Trikot vom Wiener Sport-Club durfte sich der ehemalige Vizekanzler freuen.