Das Pfandsystem sorgt bekanntlich seit Jahresbeginn für einigen Unmut bei der Bevölkerung. Für jede Einweg-Plastikflasche und Aludose wird beim Kauf 25 Cent Pfand fällig, die den Kunden bei der Rückgabe im Geschäft erstattet werden. Was aber viele nicht wissen: Auch die Supermärkte selbst profitieren davon.
“Recycling Pfand Österreich” zahlt Aufwandsentschädigungen
Die Handelsketten erhalten für jede einzelne zurückgegebene Flasche oder Dose eine Aufwandsentschädigung von Recycling Pfand Österreich. Bei der Rückgabe über Automaten gibt es pro Plastikflasche rund vier Cent, bei Aludosen etwa 3,7 Cent für die Betreiber.
Wer das Pfandgut manuell annimmt, erhält etwa drei Cent pro Stück. Diese Sätze gelten für 2025 und werden jährlich überprüft.
Cent-Beträge summieren sich
Besonders bei großen Filialen mit mehreren Automaten können so schnell große Beträge zusammenkommen. Nimmt ein Markt zum Beispiel 1.000 Pfandgebinde pro Tag an, ergibt das im Jahr mehrere zehntausend Euro an zusätzlichen Einnahmen.
Kunden ärgern sich
Besonders die Konsumenten sind von dem System regelmäßig frustriert, unter anderem durch lange Schlangen vor den Automaten oder strenge Annahmebedingungen. Beschädigte Flaschen oder Dosen werden nämlich häufig abgelehnt, viele geben die leeren Gebinde dann doch im Restmüll oder Kunststoff-Container ab, das Pfandgeld bleibt der “Recycling Pfand Austria” als arbeitsloses Einkommen.
Kickl: Regierung hätte sich um Lebensmittelpreise kümmern sollen
“Teuer, fehlerhaft und unorganisiert” sei das Pfandsystem, meinte deshalb auch FPÖ-Obmann Herbert Kickl. Wenn sich die Regierung stattdessen lieber um die hohen Lebensmittelpreise gekümmert hätten, hätten Bürger und Staat Geld gespart, kommentierte er auf Facebook.
FPÖ-Petition läuft weiter
Die Freiheitlichen machen schon seit einiger Zeit mit einer Petition gegen das Flaschenpfand mobil, gefordert wird die vollständige Abschaffung. Zehntausende haben schon unterschrieben, unterstützt werden kann die Petition “Flaschenpfand STOPPEN!” weiterhin unter flaschenpfand-stoppen.at.

POLITISCHE ANZEIGE der FREIHEITLICHEN PARTEI ÖSTERREICH (FPÖ). Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung




