Ein 66-Jähriger Salzburger wehrte sich mit seiner Pistole gegen zwei Einbrecher und verletzte dabei einen schwer. Der verwundete Einbrecher erlag nach Tagen im Krankenhaus an seinen Schusswunden. Was bei dieser Geschichte auffällt, ist die Tendenz verschiedener Medien wie Oe24, das Einbrecher-Duo zu verniedlichen und als Opfer zu stilisieren.
Schwarzer Geburtstag
Als der 66-jährige Salzburger letzten Donnerstag zurück von seiner Geburtstagsfeier nach Hause kam, ertappte er in seinem Haus ein Einbrecher-Duo bestehend aus einem ungarischen Mann und einer ungarischen Frau. Dabei wurde der 66-Jährige von dem ungarischen Mann mit einem Messer bedroht. Das Einbruchsopfer wehrte sich gegen die Drohung mit seiner legal besessenen Handfeuerwaffe. Nach der schweren Verwundung des Eindringlings rief der Salzburger selbst die Polizei und sagte, dass er aus Notwehr gehandelt habe.
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Weitere InformationenVon Täter zum Opfer
Mit Überschriften wie „Hausbesitzer schießt Einbrecher-Pärchen nieder“ von Oe24 wird das Verbrechen der beiden Einbrecher verniedlicht. Daraus könnte beim Leser der Eindruck erweckt werden, dass der nette Paarabend des Einbrecher-Duos im fremden Haus durch den 66-Jährigen Salzburger mittels Schusswaffe beendet worden ist. Des Weiteren wird im Oe24-Artikel der Hausbesitzer durch seine Nachbarn als „Eigenbrötler“ beschrieben. Dadurch sollen möglichst viel Sympathien für die Einbrecher gewonnen und der 66-jährige Pensionist möglichst ins schlechte Licht gerückt werden.
Von Opfer zum Mörder?
Puls24 zufolge wird gegen den 66-jährigen Salzburger wegen Mordes ermittelt. Gegen den Mann wurde momentan keine Untersuchungshaft verhängt. Dabei stellt sich die Frage, ob die Ermittlungen wegen Mordes nur vorschriftsmäßig laufen oder dem Mann für das Verteidigen seines Hab und Guts strafrechtliche Konsequenzen drohen. Das Einbruchsopfer hat sich schließlich mit seiner Pistole gegen eine direkte Bedrohung mit einem Messer gewehrt. Hier wird das Maß der Verteidigung und ihre Einschätzung durch die Behörden für diesen Fall entscheidend sein.
Agenda gegen Schusswaffen
Aufgrund der medialen Berichterstattung zum Einbruch mit Todesfolge kann eine Tendenz zu einer Denunziation der legalen Waffenbesitzer herausgelesen werden. So wird ein Druck auf die Politik erzeugt, gesetzestreue Waffenbesitzer mit noch mehr Hürden und Auflagen zu schikanieren und ihnen noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Damit sollen ebenfalls potenziale Waffenbesitzer vor einem Kauf abgeschreckt werden. Außerdem wird eine Verunsicherung in der Bevölkerung erzeugt, wenn das Opfer des Einbruches für dessen Ausgang allein verantwortlich gemacht wird. Diese Verunsicherung könnte zukünftige Einbruchsopfer an der richtigen Handlung hindern, das Leben ihrer Liebsten und das Eigene zu verteidigen.Â
