Eine türkische Familie im Flüchtlingsquartier in Braunau, Oberösterreich, kassierte mehr als 66.000 Euro an Leistungen vom österreichischen Staat, obwohl der Vater in Besitz von mehreren Immobilien und sogar Bitcoins in der Türkei ist. Die Behörden sprechen hier laut Krone.at von gezieltem Missbrauch von Asyl und Sozialleistungen.
Skandal flog nach Routine-Kontrolle auf
Für die seit Oktober 2023 im österreichischen Asylsystem ansässige türkische Familie fiel der Betrug durch eine Routine-Kontrolle der Behörden auf. Bei der Suche nach Vermögenshinweisen der Asylwerber, fanden sie auf dem Handy des Vaters der türkischen Familie eine App, die Zugriff auf das türkische Grundbuch erlaubte. Nach weiterem Durchforsten der Daten auf dem Mobiltelefon waren die Beamten mehr als erstaunt über ihren Fund. Der türkische Vater ist nicht nur der Eigentümer eines Bauernhofs mit 4,4 Hektar großem Weingarten und einer Wohnung in Istanbul, sondern besitzt ein digitales Wallet mit 1,5 Bitcoins im Wert von 150.000 Euro.
Rückforderung der Leistungen
Das Land Oberösterreich reagierte bereits am 20. Juli 2025 mit der Rückforderung aller vom Staat erhaltenen Leistungen. Durch das Verschweigen der Vermögenswerte des Vaters war zum Zeitpunkt des Asylantrags keine Hilfsbedürftigkeit gegeben. Das Land Oberösterreich fordert von der türkischen Familie zu Unrecht bezogene Leistungen im Wert von mehr als 66.000 Euro für die Unterkunft, Verpflegung, Krankenversicherung und Betreuung zurück.
Einige Fragen bleiben offen
Für die Redaktion von unzensuriert wirft der Fall einige Fragen auf: Wie kommt es, dass eine Familie aus einem Urlaubsland wie der Türkei überhaupt einen Asylantrag in Österreich stellen kann? Wieso werden die Nachforschungen bezogen auf Vermögenswerte beim Antrag nicht durchgeführt? Wieso verliert die Familie durch den nachgewiesenen Sozialbetrug nicht das Bleiberecht in Österreich? Wir dürfen gespannt sein, ob uns zum besagten Fall die Fragen in Zukunft beantwortet werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen