Es geht weiter bergab in der heimischen Industrie. Eine dringend notwendige und rasche Trendwende bei den heimischen Standortbedingungen sei umgehend einzuleiten, verlangt die FPÖ Maßnahmen von der bisher untätigen Verlierer-Regierung.
Tristesse statt Aufbruchstimmung
„Die Stimmungslage in der österreichischen Industrie ist weiterhin von Tristesse geprägt. Nur scheinbar hat sich die konjunkturelle Situation etwas aufgehellt. Die jüngste Aufwärtsrevision der gesamtwirtschaftlichen Prognosen um drei Zehntelprozentpunkte findet ihre Ursache zur Gänze in einer Datenrevision und ist somit rein statistisch bedingt“, beschreibt die Industriellenvereinigung in einer Aussendung die Stimmungslage in der heimischen Wirtschaft. Und das IV-Konjunturbarometer vermittelt nicht gerade viel Hoffnung für die Zukunft.
Wo bleibt Industriestrategie der Regierung?
Eine Aussage, die von FPÖ-Industriesprecher Axel Kassegger bestätigt wird. „Es fehlt der Regierung der Weitblick für nachhaltige wirtschaftspolitische Maßnahmen, um die Industrie zu stabilisieren und wettbewerbsfähig zu machen“, so der Nationalratsabgeordnete, und das IV-Konjunkturbarometer würde die düsteren Aussichten bestätigen. Gerade die anhaltende Unsicherheit sowie fehlende Planbarkeit würden die Unternehmen massiv belasten, genauso wie die hohen Energiekosten, die den Preisanstieg weiter anheizten. Jetzt soll es noch weitere Monate dauern, bis überhaupt Bewegung in die dringend notwendige Industriestrategie kommt, adressiert er seine Kritik an die untätige Verlierer-Regierung und stellt fest, dass damit der Standort Österreich unsicher, unattraktiv und für Investitionen zunehmend uninteressant wird.
Es braucht eine tiefgreifende Gesamtreform
Man muss bereits von Deindustrialisierung sprechen, lautet die Diagnose der freiheitlichen Wirtschaftssprecherin Barbara Kolm. „Hohe Energiekosten, Unsicherheit und fehlende Planbarkeit belasten Unternehmen, während die Inflation über dem Euroraum-Durchschnitt bleibt“, beschreibt sie die Negativfaktoren, mit denen die heimische Wirtschaft zu kämpfen hat. Das IV-Konjunkturbarometer zeige klar auf, dass Österreichs Wettbewerbsfähigkeit sinke und sie von selbst auch nicht mehr wirklich steigen werde. Echtes Wachstum komme nur mit angebotsorientierter Wirtschaftspolitik und einer tiefgreifenden Gesamtreform, stellt die Wirtschaftsexpertin fest.