Das Flaschenpfand-System bleibt für viele Menschen aufwendig und unverständlich.

22. Juli 2025 / 15:03 Uhr

Pfandsystem bleibt intransparent und unverständlich: Nur die Hälfte der Flaschen kommt zurück

Ein halbes Jahr nach Einführung des – bei der Bevölkerung ungeliebten – Einwegpfandsystems in Österreich zeigt sich: Die Rückgabequote von PET-Flaschen und Dosen bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Laut Recycling Pfand Austria wurden bislang nur 48 Prozent der Flaschen und 52 Prozent der Dosen wieder abgegeben. Bei rund 880 Millionen in Umlauf gebrachten Pfandverpackungen entspricht das einer Rücklaufquote von lediglich 40,6 Prozent. Auch deshalb wendet sich die FPÖ mit einer Petition gegen das System – viele Tausend haben die Initiative bereits unterschrieben.

Trotz der ernüchternden Bilanz blickt die zuständige Organisation optimistisch in die Zukunft. Man gehe davon aus, dass sich noch viele Flaschen bei Konsumenten oder im Handel befinden und das angestrebte Sammelziel von 80 Prozent bis Ende 2025 damit erreichbar sei.

System bleibt intransparent

Für viele bleibt das Pfandsystem einfach unklar: Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 20 Prozent der Befragten sich selbst nach sechs Monaten nicht ausreichend über das Pfand informiert fühlen. In vielen Supermärkten herrscht Unsicherheit darüber, welche Flaschen pfandpflichtig sind, und welche nicht. Auch die Rückgabe selbst verläuft nicht immer reibungslos, denn zwischen Kauf und Rückgabe vergehen oft sieben bis acht Wochen.

Die FPÖ spricht sich deshalb weiterhin für eine vollständige Abschaffung des Pfandsystems aus. Angesichts der aktuellen Zahlen und der noch immer weit verbreiteten Verwirrung geben viele Bürger den Freiheitlichen recht: Das System ist unnötig kompliziert, schlecht kommuniziert und bringt mehr Ärger als Nutzen. Die Petition gegen das Flaschenpfand kann weiterhin unter https://www.flaschenpfand-stoppen.at/ unterschrieben werden.


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