Ein 18-jähriger Mazedonier mit österreichischer Staatsbürgerschaft ist am Sonntag bei der Einreise nach Österreich festgenommen worden. Der junge Migrant, ein vermeintlicher Anhänger des Islamischen Staates (IS), soll sich intensiv mit Anschlagsplänen beschäftigt haben. Die Festnahme erfolgte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Leoben und basiert auf einem konkreten Tatverdacht.
Mazedonier informierte sich über Bombenbau und Anschlagsziele
Wie die Polizei mitteilt, war der in der Steiermark geborene Verdächtige bereits zuvor ins Visier der Sicherheitsbehörden geraten. Ein ausländischer Hinweis hatte die österreichischen Staatsschutzbehörden alarmiert. Demnach soll der Mann im Internet gezielt nach Informationen zum Bau von Sprengsätzen und nach möglichen Anschlagszielen gesucht haben.
Die Ermittler ordnen den jungen Migranten einer islamistischen Terrororganisation zu. Bei seiner Einvernahme in Österreich habe er laut Polizei seine mutmaßlichen Anschlagspläne jedoch relativiert. Konkrete Angaben zu geplanten Zielen oder zur Ausführung eines Anschlags wurden bislang nicht veröffentlicht.
Terror-Migrant in U-Haft
Nach der Befragung wurde der Verdächtige in die Justizanstalt Leoben überstellt. Die Staatsanwaltschaft hat bereits einen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Die Ermittlungen des Staatsschutzes dauern an. Weitere Informationen könnten im Zuge der laufenden Ermittlungen bekannt werden. Quelle: LPD Steiermark