Sozialleistungsbetrug gegenüber dem Arbeitsmarktservice (AMS) ist alles andere als ein Einzelfall – jetzt wurde ein Bosnier dafür verurteilt.

17. Juli 2025 / 20:05 Uhr

Mildes Urteil: Bosnier kassierte jahrelang AMS-Gelder und lebte im Ausland

Ein 38-jähriger Bosnier bezog fünf Jahre lang rund 6.500 Euro Arbeitslosengeld – während er gar nicht in Österreich war. Der Mann lebte in dieser Zeit offenbar in seiner Heimat Bosnien und hatte sich nie beim Arbeitsmarktservice (AMS) abgemeldet. Erst jetzt flog der dreiste Betrug auf – vor dem Gericht in Graz gab es jedoch gestern, Mittwoch, nur eine milde Strafe: fünf Monate bedingt und 1.200 Euro Geldstrafe.

Angeblicher Kriegsveteran hatte zu viel “Stress”

Seine Ausrede: „psychisch belastet“, „Kriegsveteran“, „Stress“. Er kämpfe mit den psychischen Folgen aus seiner Zeit als Soldat im Krieg. “Es war einfach ein großer Stress”, meinte der Bosnier zu seiner Verteidigung. Seine Tat bereue er zutiefst, versicherte er gegenüber dem Richter. Nachdem er arbeitslos wurde, habe er seine Wohnung verloren und das Geld einfach gebraucht. Jetzt arbeitet er wieder, hat eine Stelle als Fassadenbauer gefunden und will das gesamte Geld zurückzahlen.

Millionenschäden durch Sozialbetrug

Allein in der Steiermark ist die Zahl der Betrugsanzeigen von 55 im Jahr 2014 auf über 500 im Jahr 2024 angestiegen. Der finanzielle Schaden geht in die Millionen. Das sind Gelder, die der österreichischen Bevölkerung zustehen – für Pflege, Bildung und Sicherheit.

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