Eiernockerln waren angeblich eine Leibspeise Adolf Hitlers – Witze darüber können in Österreich zu dramatischen Konsequenzen führen.

10. Juli 2025 / 17:50 Uhr

“Frohe Ostern”: Hausdurchsuchung bei Niederösterreicher, der am 20. April Eiernockerln aß

“Frohe Ostern” wünschte ein Niederösterreicher dieses Jahr auf Facebook. Das hatte allerdings dramatische Konsequenzen, denn ein Witz über Eiernockerln, eine Lieblingsspeise von Adolf Hitler, führte zu einer Razzia in der Wohnung des Mannes.

Hitler-Witz führte zur Hausdurchsuchung

Besagter Ostersonntag dieses Jahres, an dem der Mann das Posting abgesetzt hatte, war nämlich zufällig auch der 20. April, der Geburtstag Adolf Hitlers (20. April 1889). “frohe ostern ! heute gibt es eierrrnockerl!” hatte der Mann ironisch geschrieben – offensichtlich genug, um den Staatsschutz auf den Plan zu rufen. Gleich vier Polizisten sollen frühmorgens vor seiner Haustür gestanden haben – immerhin hätten diese aber für die Hausdurchsuchung nicht die Tür eingetreten, sondern vorher geklingelt, wie Report24 berichtet. Die Beamten durchsuchten die Wohnung des Mannes und beschlagnahmten sein Mobiltelefon.

Staatsgewalt gegen unbescholtenen Bürger vor

Mehrere Anwälte sollen sich mit dem Fall beschäftigt haben, tatsächlich fanden diese aber nur das Facebook-Posting als Vorwurf. Der Mann selbst ist völlig unbescholten. Welche Gefahr von einem Eiernockerl-Ostergruß für die Allgemeinheit ausgehen soll, erschließt sich wohl nur der Staatsanwaltschaft und dem Richter, der die Hausdurchsuchung genehmigt hatte. Auch wären deutlich mildere Mittel wie eine Gefährderansprache möglich gewesen.

 

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