Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) hat in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung schwarz auf weiß geliefert, was im wirklichen Leben längst sichtbar war.
Kinder und Jugendliche haben unter der Corona-Maßnahmenpolitik massiv gelitten – die Verabreichung von Psycho-Medikamenten stieg stark an. Besonders auffällig ist der Anstieg bei Psychostimulantien wie Ritalin, die vor allem zur Behandlung von ADHS eingesetzt werden, bei Antidepressiva zur Therapie von Depressionen und Angststörungen sowie bei Schlaf- und Beruhigungsmitteln.
Verschreibungen von Medikamenten stiegen um 57 Prozent
Während die Zahl der Patienten mit entsprechenden Verschreibungen von 21.500 im Jahr 2018 auf 29.300 im Jahr 2023 zunahm (ein Plus von 36 Prozent), stieg die Zahl der ausgestellten Verordnungen im selben Zeitraum deutlich stärker, nämlich– von 138.100 auf 216.400, was einem Zuwachs von 57 Prozent entspricht.
827 Anfragen an die Bundesregierung
Die erschreckenden Zahlen stammen aus einer Anfragebeantwortung durch SPÖ-Gesundheitsministerin im Zuge der Corona-Aufarbeitung, die die Freiheitlichen gestartet haben. Insgesamt wurden 827 Anfragen an die Bundesregierung und den Nationalratspräsidenten gestellt. Wie berichtet, kam zum Beispiel dadurch heraus, dass hunderttausende Bürger mit Stellungnahmen auf der Webseite des Parlaments mitgeholfen hatten, die Impfpflicht zu verhindern.
“Bis heute kein Wort der Entschuldigung”
FPÖ-Chef Herbert Kickl reagierte auf die Zahlen der Psycho-Medikamente bei Kindern und Jugendlichen wie folgt:
Jetzt haben wir die desaströsen Auswirkungen der falschen und evidenzbefreiten Corona-Maßnahmenpolitik auf Kinder und Jugendliche schwarz auf weiß. Schwarz-Grün hat den jungen Menschen durch das Wegsperren schwere psychische Schäden zugefügt – und bis heute gibt es kein Wort der Entschuldigung.
Besorgniserregende Entwicklung
FPÖ-Nationalratsabgeordneter Sebastian Schwaighofer, der die Anfrage an Schumann gestellt hatte, spricht von einer besorgniserregenden Entwicklung bei der Verschreibung von Psychopharmaka an Kinder und Jugendliche in Österreich zwischen 2018 und 2023. In diesem Zeitraum sei nicht nur die Zahl der betroffenen jungen Patienten deutlich gestiegen, sondern auch die Häufigkeit, mit der entsprechende Medikamente verordnet wurden und werden.
Im Anhang finden Sie die parlamentarische Anfragebeantwortung durch SPÖ-Gesundheitsministerin Korinna Schumann im Originaltext: