Atatürk

“Weltoffenen” Bezirkschefs in Wien ist durchaus zuzutrauen, dass sie das Ansinnen einer Straßen-Umbenennung nach Mustafa Kemal Atatürk (Bild) für eine gute Integrations-Idee halten.

4. Juli 2025 / 07:07 Uhr

Heißt die Mariahilfer Straße bald „Mustafa-Kemal-Atatürk-Straße“?

Wird eine Straße oder ein Platz in Wien bald den Namen des Gründers der Türkischen Republik tragen? Der Petitionsausschuss der Stadt befasste sich mit diesem Anliegen.

Wunsch von 200.000 türkischstämmigen Wienern

Eingebracht hatte die Petition ein gewisser Olcay Onurlubaşgil. Vor den Gemeinderäten im Rathaus würdigte er am 27. Juni die Errungenschaften von Mustafa Kemal Atatürk (1881-1938) und meinte, dass es bereits in 50 Ländern Benennungen und Denkmäler gebe, die den Namen von Atatürk tragen würden. In Wien aber erinnere nichts an den türkischen Reformator, während es gleichzeitig viele problematische Straßennamen gebe „und sich die 200.000 türkischstämmigen Wiener*innen im Zeichen des Zusammenlebens eine Mustafa-Kemal-Atatürk-Straße in Wien wünschen würden“.

Einkaufen in der Atatürk-Straße

Gehen die Wiener also bald nicht mehr in der Mariahilfer Straße, Kärntner Straße oder Favoritner Straße einkaufen oder statt im Türkenschanzpark im Atatürk-Park spazieren? So einfach geht das nicht. Das wurde im Petitionsausschuss auch Antragsteller Onurlubaşgil mitgeteilt. Denn Änderungen von Straßenbezeichnungen werden zuerst in den Wiener Bezirksvertretungen behandelt. Gibt es dort Zustimmung, kommt der Antrag in die MA7 – Kultur.

Zuerst entscheidet der Bezirk

Die für Verkehrsflächenbenennungen zuständige Stadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) sagte in ihrer Stellungnahme, dass Umbenennungen grundsätzlich nicht vorgesehen seien. Denn diese würden weitreichende finanzielle und administrative Konsequenzen für die Bewohner und Unternehmen der betroffenen Straßen nach sich ziehen.

Ausgeschlossen ist aber nichts. Wäre doch gelacht, wenn sich in Wien nicht irgendein migrationsbeflissener rot-grüner Bezirksvorsteher findet, der diesem Ansinnen der 200.000 türkischstämmigen Wiener positiv gegenübersteht. Von den “weltoffenen” Neos, die Österreich ohnehin am liebsten abschaffen würden, ist auch sicher kein Widerstand zu erwarten. Und von der linksgerückten ÖVP mit ihren neun Prozent schon gar nicht.

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