Feuerwehr

Bürokratische Hürden, veraltete Ausrüstung, Nachteile beim Arbeitgeber – die FPÖ fordert nun bessere Bedingungen insbesonders für die Freiwillige Feuerwehr, die vor allem für den Katastrophenschutz einen unverzichtbaren Beitrag leistet.

4. Juni 2025 / 12:29 Uhr

FPÖ-Petition für mehr Respekt und bessere Bedingungen für die Freiwillige Feuerwehr

Mehr als 350.000 Menschen engagieren sich in Österreich ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr – sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für Sicherheit und Katastrophenschutz. Um dieses Engagement besser zu unterstützen, präsentierte die FPÖ am Dienstag bei einer Pressekonferenz die Initiative „angesaugt.at“.

Österreich-Tour soll Wertschätzung vermitteln

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker, selbst aktiver Feuerwehrmann, und Harald Thau, Ehrenamtssprecher der FPÖ, stellten gemeinsam die Inhalte der Kampagne vor. Thau engagiert sich seit 25 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr und ist zudem Offizier bei der Berufsfeuerwehr Linz sowie bei einer Betriebsfeuerwehr tätig. Mit der neuen Initiative beginnt eine österreichweite Tour, bei der gezielt auf die Bedeutung und Wertschätzung der Freiwilligen Feuerwehren aufmerksam gemacht werden soll.

Bürokratische Hürden

Ein zentrales Anliegen betrifft rechtliche Unsicherheiten bei Übungseinsätzen. Während die Wasserentnahme aus Oberflächengewässern im Einsatzfall klar geregelt ist, fehlt bei Übungen häufig eine Genehmigung durch die Wasserrechtsbehörde – was einen erheblichen bürokratischen Aufwand bedeutet.

Ein FPÖ-Antrag auf Novellierung des Wasserrechtsgesetzes, der hier Abhilfe schaffen sollte, wurde von der Bundesregierung zuletzt vertagt. Das zeige mangelnden Respekt gegenüber dem Ehrenamt, kritisierte Hafenecker.

Veraltetes Material

Um dem entgegenzuwirken, wurde die Petition angesaugt.at ins Leben gerufen. Sie fordert rechtliche Sicherheit für Feuerwehrübungen und mehr Handlungsspielraum bei der Ausbildung. Darüber hinaus setzt sich die Initiative für bessere Ausrüstung ein: Viele neue Feuerwehrmitglieder müssen mit veraltetem Material arbeiten.

Zeitgemäße Schutzausrüstung

Die Petition fordert daher, die 20-prozentige Mehrwertsteuer auf die Schutzausrüstung rückzuerstatten – das würde Gemeinden wie Feuerwehren entlasten. Auch moderne Herausforderungen in Einsatzszenarien machen laut FPÖ eine zeitgemäße Schutzausrüstung notwendig.

Freistellung von der Arbeit

Zudem wird eine gesetzlich geregelte, bezahlte Freistellung von der Arbeit für Aus- und Fortbildungen gefordert. Weitere Punkte der Petition sind eine bevorzugte Aufnahme in den öffentlichen Dienst bei gleichen Qualifikationen für langjährige Ehrenamtliche, Förderungen für den Erwerb von Feuerwehrführerscheinen in ganz Österreich sowie steuerliche Entlastungen für Arbeitgeber, die ehrenamtliches Engagement unterstützen.

Ein besonderes Augenmerk gilt auch der Feuerwehrjugend. Der Ausbau der Nachwuchsarbeit sowie Rabattprogramme und andere Anreize für Freiwillige sollen das Ehrenamt langfristig stärken.

Die Petition kann online unter www.angesaugt.at unterzeichnet werden.

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