Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl käme die AfD auf ihr bestes Ergebnis in der Parteigeschichte. Laut dem ARD-Deutschlandtrend würden 24 Prozent der Wähler ihr die Stimme geben.
Hiobsbotschaft für CDU-Chef Merz
Damit liegt sie nur mehr knapp hinter den Unionsparteien – eine Hiobsbotschaft für CDU-Chef Friedrich Merz, der gerade in Koalitionsverhandlungen steckt. Noch einmal erteilen ihm die Deutschen eine Abfuhr in seinem Ansinnen, die linke Politik der Vergangenheit fortzuführen: Die Wähler laufen in Scharen davon.
CDU verliert, AfD gewinnt
Mit 26 Prozent der Stimmen käme die Union noch auf Platz eins. Allerdings mit sinkender Tendenz. Sie hat seit der Bundestagswahl drei Prozentpunkte eingebüßt, während die AfD vier Prozentpunkte dazugewinnen konnte.
Auf Rang drei, deutlich hinter der AfD, liegt die SPD mit unveränderten 16 Prozent, dahinter folgen die Grünen mit elf Prozent und einem Prozentpunkt weniger als bei der Wahl. Diese Stimmen dürften die Linken erben, die einen Punkt zulegen und auf zehn Prozent kämen. Mit je vier Prozent würden die FDP (plus eins) und das BSW (minus eins) erneut an der Fünfprozenthürde scheitern.
Persönliche Niederlage für Merz
Für Merz sind die aktuellen Umfragewerte auch eine persönliche Niederlage. Nur noch 25 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden – fünf Prozentpunkte weniger als zuletzt. Dafür sind 70 Prozent mit dem wahrscheinlichen nächsten Bundeskanzler unzufrieden oder sehr unzufrieden.
Aber auch den anderen Koalitionsverhandlern geht es nicht viel besser: SPD-Chef Lars Klingbeil kommt auf 35 Prozent Zustimmung, immerhin ein Plus von sieben Prozentpunkten.
Vernichtend geringes Vertrauen in neue Regierung
Skeptisch sind die Bundesbürger auch, was die Zukunft betrifft. Zwar glaubt eine Mehrheit, dass sich Unionsparteien und SPD einig werden (79 Prozent), aber 20 Prozent machen sich sehr große und 53 Prozent große Sorgen darum, dass die Parteien auf drängende politische Fragen keine gemeinsame Antwort finden. 19 Prozent der mehr als tausend Befragten machen sich darum wenig und vier Prozent gar keine Sorgen.