Während die Koalitionsverhandlungen zwischen Herbert Kickls FPÖ und der ÖVP laufen, kommen neue Gerüchte auf: Peter Westenthaler, der für die Freiheitlichen verhandelt, stellte im Interview mit Oe24 eine brisante These auf: Er vermutet “Geheimverhandlungen”, die zwischen Volkspartei und SPÖ laufen. Dabei verweist er auf Gespräche, die über den Wiener SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig laufen sollen – dies seien “Parallelgespräche”, vor denen man nicht früh genug warnen könne, so Westenthaler.
Nepp: Geheimverhandlungen wären massiver Vertrauensbruch
Auch Wiens FPÖ-Obmann Dominik Nepp warnte vor einem solchen Vorgehen: Sollten sich die Gerüchte bewahrheiten und es seitens der ÖVP geheime Verhandlungen mit der SPÖ geben, wäre das ein “massiver Vertrauensbruch”, wie Nepp am Freitagabend auf X verkündete.
Kommunikationsberater Heimo Lepuschitz sprang ihm bei und vermutet Einflüsse der EU-Bürokraten aus Brüssel. Der ÖVP wäre dann “charakterlich und wählertechnisch wirklich nicht mehr zu helfen”, meinte Lepuschitz. ÖVP und SPÖ haben sich noch nicht dazu geäußert. Tatsache ist aber, dass seitens der EVP und der CDU massive Versuche unternommen werden, die Verhandlungen der ÖVP mit der FPÖ zu untergraben. Jetzt liegt es am Verantwortungsbewusstsein der heimischen ÖVP-Verhandler, nicht dem Ausland gefallen zu wollen, sondern Österreich so rasch als möglich eine handlungsfähige Regierung zu präsentieren.