Ein einfaches Facebook-Posting des ehemaligen Extremsportlers und Stratosphären-Springers Felix Baumgartner sorgt in der politisch korrekten Gesellschaft für Aufregung. Dabei hatte er sich lediglich über süße „Mohrenköpfe“ gefreut.
Oe24-Redaktion voll „woke“
„Hier in der Schweiz gibt es noch Mohrenköpfe, geil!“, postete Baumgartner samt Selfie mit zugehörigem Verpackungskarton der Schweizer Firma Dubler AG. Mehr hat es nicht gebraucht, um hierzulande in die Schlagzeilen zu kommen. „All-Felix provoziert mit Mohrenkopf-Posting”, entrüstete sich oe24 gestern, Sonntag, in einem groß aufgemachten Artikel. Baumgartner stoße in eine Debatte um veraltete Markennamen und deren Verwendung, ist man dort der Meinung. Die Leser werden belehrt, dass Begriffe wie “Mohrenkopf” als rassistisch gelten. Schwarze Menschen würden sich dadurch beleidigt und herabgewürdigt fühlen. Viele Leser würden schreiben, dass sie nichts von seiner Provokation halten. Die vielen positiven Kommentare zu seinem Posting lässt die “politisch korrekte” Oe24-Redaktion aber geflissentlich unter den Tisch fallen. Das würde ja schließlich nicht zur Erzählung passen.
Leute wollen Neusprech nicht
Die Kronen Zeitung fragte die Leser in einem Artikel zu dem Thema nach ihrer Meinung. “Mohrenkopf”, “Zigeunerschnitzel”: Haben Sie Ihre Sprache im Laufe der Jahre angepasst, oder verwenden Sie weiter die alten Begriffe?
Die Antworten in den Kommentaren waren eindeutig. Pro “woke” und Baumgartner-kritische Kommentare sind rar gesät. In überragender Mehrheit wollen sich die Leute nicht von einer kleinen Minderheit deren ominösen Neusprech aufzwingen lassen. Krone-Leser Nordmann 90 schrieb zum Beispiel (Rechtschreibfehler im Original):
recht hat er! dieser woke-blödsinn bei uns geht mir inzwischen auch schon so auf die nerven die leute regen sich über jede kleinigkeit auf er hat wenigstens noch den mut das zu sagen was er denkt!
Hersteller ließ sich nicht einschüchtern
2017 hatten links-“woke“ Kreise vergeblich versucht, die Dubler AG mittels Petition zu einer Namensänderung der Mohrenköpfe zu zwingen. Auch ein Boykottversuch von Großhandelsketten war fehlgeschlagen. Die Konsumenten bestellten aus Solidarität in Massen direkt beim Hersteller, der mit der Produktion kaum noch nachkam. Der gewohnte Produktname blieb damit erhalten.
Der „Mohrenkopf“ besteht aus einem dünnen Waffelboden, Eiweißschaum mit einer Schokoladen-Ummantelung. Die Süßspeise wird bei uns z.B. von der Firma Niemetz seit Jahrzehnten unter dem Namen „Schwedenbombe“ produziert. Auch in zahlreichen Wirtshäusern gibt es den beliebten Mohrenkopf nach wie vor…