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Wäre so die Wahl ausgegangen, hätte es den von den Medien herbeigeschriebenen „Spesenskandal“ nicht gegeben?

1. Oktober 2019 / 11:30 Uhr

Ohne „Spesenskandal“ wäre die FPÖ bei 21 Prozent gelandet

Bei der Nationalratswahl 2019 hat die FPÖ österreichweit knapp zehn Prozent verloren: von 26,0 Prozent im Jahr 2017 auf unter 16,2 Prozent. In den Umfragen bis knapp vor der Wahl lag sie allerdings stabil zwischen 20 und 21 Prozent. Waren die Umfragen so falsch oder haben die Ereignisse der letzten Woche – der von den Medien kampagnisierte „Spesenskandal“ – entsprechende Auswirkungen auf das Wahlverhalten?

Unbeeinflusste Briefwahlstimmen

Unzensuriert hat sich das Wahlergebnis im Detail angesehen: Geht man davon aus, dass der Großteil der etwa eine Million Briefwahlstimmen schon vor dem medial gehypten „Spesenskandal“ abgeben wurde, so kann auf Basis dieser Stimmen ein mögliches Ergebnis ohne die Beinflussung durch die letzte Woche hochgerechnet werden.

Am Beispiel der FPÖ-Stimmen wurde folgende Rechnung angestellt: Der Verlust bei der Briefwahl war 6,7 Prozent. Da die FPÖ unter den Briefwahlwählern stark unterrepräsentiert ist (nur ca 70 Prozent) muss dieser Verlust, um ihn für die Gesamtwahl heranziehen zu können, um diesen Faktor reduziert werden. Somit käme es zu einem Minus gegenüber 2017 von 4,8 Prozent und würde zu einem Gesamtwahlergebnis von 21,2 Prozent führen. Das wäre auch wieder dort, wo die Umfragen die FPÖ eine Woche vor der Wahl gesehen haben.

Natürlich ist das nur eine statistische Spekulation, die aber nicht von der Hand zu weisen ist. Vielleicht greift das ein Wahlforscher auf und belegt diese Theorie mit einer empirischen Forschung. Wäre eine interessante Forschungsaufgabe.

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