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Haus Marc Dutroux

Im „blauen Haus“ von Marc Dutroux wurden Anfang der 1990er Jahre grausame Verbrechen an sechs Mädchen begangen.

21. September 2019 / 17:00 Uhr

Kindermörder Dutroux will vorzeitige Entlassung aus lebenslanger Haft

Der Rechtsstaat wird immer wieder durch das unverschämte Verhalten von Schwerverbrechern provoziert. Aktuell möchte in Belgien der Vielfachmörder Marc Dutroux nach 23 Jahren Haft die Entlassung aus seiner lebenslangen Gefängnisstrafe.

Dutroux hatte insgesamt sechs Mädchen entführt, gefoltert und vergewaltigt. Vier der sechs Mädchen hat Dutroux anschließend auch grausam ermordet. Der Vergewaltiger und Kindesmörder wurde 1996 verhaftet und nach achtjährigem Verfahren erst 2004 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Skandal: Lebenslang dauert in Belgien nur 30 Haftjahre

In Belgien dauert eine durchschnittliche lebenslange Haft nur 30 Haftjahre. Auf diese zweifelhafte Tradition im belgischen Strafvollzug setzt der Vielfachmörder Dutroux jetzt gemeinsam mit seinem Anwalt. Am 17. Oktober soll jetzt durch ein belgisches Gericht entschieden werden, ob Dutroux bereits nach 23 Jahren aus der lebenslangen Haft entlassen wird.

Anwalt Bruno Dayez gilt als der Lobbyist für Dutroux´ Entlassung und hat 2018 zu diesem Zweck bereits ein Buch unter dem Titel „Pourqoui liberer Marc Dutroux“, zu Deutsch: „Warum Marc Dutroux freigelassen werden sollte“, veröffentlicht. Für Dayez hat jeder Verbrecher ein Recht nach einer gewissen Haftzeit auf die Freiheit. Bereits 2013 wurde ein Vorstoß durch Dutroux´ Anwälte für eine vorzeitige Entlassung unternommen.

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