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2. Juni 2012 / 21:11 Uhr

Umstrittene Telefonfirma in Hundstorfer-Kampagne eingebunden

Der auch für Konsumentenschutz zuständige Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) hat eine Kampagne gegen Telefonkeiler gestartet. Die Aktion „Telefonwerbung: Nein, Danke!“ richtet sich gegen Anrufer, die ihren Kunden mit falschen Gewinnversprechen die Kontodaten entlocken oder ihnen unerwünschte Verträge aufschwatzen. Dabei kooperiert Hundstorfer jedoch mit einer Firma, die wegen genau solcher Praktiken mit Vorwürfen konfrontiert ist. Der Minister gibt sich bei der Beantwortung einen Anfrage des FPÖ-Konsumentenschutzsprechers Heinz Hackl ahnungslos

Laut Hackl soll die Firma Planet GmbH mit einer Mehrwertnummer Konsumenten vorgetäuscht, man würde ihnen einen Kredit vermitteln. Tatsächlich seien hohe Gebühren für die angebliche Sanierung bestehender Schulden verlangt worden. In diesem und anderen Zusammenhängen gebe es auch Strafanzeigen gegen eine Firma „atms Telefon- und Marketing Services GmbH“ geben, die die Mehrwertnummern ursprünglich angemeldet und dann an die Planet GmbH weitervermittelt habe.

Keine Ahnung über die Vorwürfe gegen Mehrwertnummernbetreiber

Mit dieser Firma „atms Telephon- und Marketing Services GmbH“ stand das Sozialministerium bei seiner Kampagne gegen Telefonwerbung in Kontakt. Hackl wollte ergründen, ob im Ministerium überhaupt bekannt sei, welche Diskussionen es um den Kooperationspartner gebe. Hundstorfer gab sich in seiner Anfragebeantwortung allerdings unwissend. Weder ist dem Ressort bekannt, dass es die Vorhalte gegen die Planet GmbH gibt, noch hat man Ahnung von konkreten Beschwerden oder Strafanzeigen gegen atms. Dass man über 94.000 Euro für eine teurere Konsumentenschutzkampagne ausgibt, gleichzeitig aber nichts über die eigenen Geschäftspartner weiß, zeigt, wie lasch der Konsumentenschutz in Österreich betrieben wird.

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