Fünf Jahre lang war die CSU im Windschatten von CDU-Kanzlerin Angela Merkel ein fester Teil der EU- und Euro-Hurrafraktion in Berlin und Brüssel. Wenige Monate vor den EU-Wahlen am 25. Mai 2014 ist nun wieder die Rolle der EU-Kritiker angesagt. Sowohl Ministerpräsident Horst Seehofer als auch CSU-Eurogruppen-Chef Markus Ferber gehen nun aus wahltaktischen Gründen in Opposition zur Europäischen Union und ihren Auswüchse.
In Sonntagsreden kritisieren Seehofer und Ferber, dass sich die EU von den Olivenöl-Kännchen bis hin zu den Staubsaugern in alle Lebensbereiche einmische. Man tritt nun wieder als Bürokratie-Kritiker auf und fordert eine starke Reduzierung der derzeitigen Anzahl von 28 EU-Kommissaren.
AfD ist die zentrale Herausforderin für die CSU
Bei den EU-Wahlen ist die Alternative für Deutschland (AfD) der zentrale Herausforderer für die CSU. Bei der Bundestagswahl konnte die AfD mit 4,3 Prozent in Bayern ein respektables Ergebnis erzielen – in vielen Landkreisen übersprang sie sogar die Fünf-Prozent-Hürde. AfD-Chef Bernd Lucke möchte vor allem für die Konservativen ein attraktives Angebot bieten. Dazu kommt, dass die derzeit in Berlin regierende große Koalition aus CDU/CSU und SPD bei den Bayern äußert unbeliebt ist und es deshalb auch für diese Regierungsform am 25. Mai einen Denkzettel geben könnte.
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