Foto: Bild:

5. März 2014 / 09:23 Uhr

“Private” MaHü-Befragung bringt Wiener Beamte in Zwickmühle

Die noch bis 7. März 2014 laufende Befragung in den Bezirken Wien-Mariahilf und Wien-Neubau bringt die Beamten des Stadtmagistrats in eine verfassungsrechtlich bedenkliche Zwickmühle. Die von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und ihren rot-grünen Mitstreitern in den beiden Wiener Innenstadtbezirken angesetzte Befragung über die Zukunft der Mariahilfer Straße widerspricht nämlich der Wiener Stadtverfassung. Dies zeigt die Wiener FPÖ-Nationalratsabgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein in einer Anfrage an Kanzleramtsminister Josef Ostermayer auf.

Die Freiheitliche verlangt nun Aufklärung über die die rechtlich fragwürdige MaHü-Befragung. Ostermayer, dem der Verfassungsdienst des Bundeskanzleramtes untersteht, soll Auskunft geben, wie die Bundesregierung bzw. das Kanzleramt diese Befragung sieht.

MaHü-Befragung unterliegt nicht den Bestimmungen für Volksbefragungen

Unzensuriert Radio-Empfehlung:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Belakowitsch-Jenewein zeigt auf, dass sich die Befragung eines Teils der Wiener Bevölkerung nicht an die dafür vorgesehenen Normen hält und dem Missbrauch Tür und Tor öffnet. Sie fordert deshalb auch auf Bundesebene ein Zeichen. Insbesondere der Einsatz von Beamten für eine eigentlich “private”, ausschließlich parteipolitisch motivierte Befragung sei rechtswidrig, führt die Abgeordnete aus:

Diese Befragung unterliegt nicht den Bestimmungen der Volksbefragung gemäß Wiener Stadtverfassung, daher sind auch die dafür geschaffenen Verfahrensregeln nicht anwendbar. Diese verlangen nämlich eine Ausschreibung durch den Bürgermeister, die Teilnahme ausschließlich österreichischer Staatsbürger mit Hauptwohnsitz in Wien, eine bestimmte Art der Fragestellung, konkrete Fristen, Einbindung bestimmter magistratischer Dienststellen der Stadt Wien (Stadtwahlbehörde), Kontroll- bzw. Prüfvorschriften sowie anderer Vorgaben.

Eine Befragung eines Teils der Wiener Bevölkerung abseits dieser Bestimmungen öffnet dem Missbrauch Tür und Tor. Bei der derzeit stattfinden privaten Befragung werden beispielsweise auch nicht österreichische Staatsbürger befragt.

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Politik aktuell

22.

Feb

12:51 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief

Unzensuriert Video-Empfehlung:
Herbert Kickl beim Landesparteitag 2026 der FPÖ-Salzburg: „Marlene tritt an, um Erste zu werden!“
Klicken um das Video zu laden
Erst nach dem Klick wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.