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Odin Wiesinger bei der Verleihung eines Werks an den damaligen Dritten NR-Präsidenten Martin Graf. Im Bild klein: Der Grüne Ex-Abgeordnete Karl Öllinger.

20. August 2019 / 15:39 Uhr

NS-Symbol: Grüner Öllinger scheitert bei Odin Wiesinger

Odin Wiesinger, der bekannte innviertler Bildhauer und Maler wurde von Karl Öllinger mit Vorwürfen nach dem Verbotsgesetz konfrontiert. Doch der gealterte Grüne, der mitsamt seiner Partei zuletzt fulminant vom Wähler bei der Nationalratswahl abgewählt wurde, scheiterte auch in dieser Angelegenheit.

Grüner Politiker außer Dienst

Der „Abgeordnete zum Nationanalrat außer Dienst“ wie er in seiner Sachverhaltsdarstellung unterschreibt, wandte sich an die Bezirkshauptmannschaft Schärding, um zu prüfen, ob Wiesinger aufgrund seines Steinmetzabzeichens (das er schon seit ca. 25 Jahren verwendet) strafrechtlich verfolgt werden könnte.

Das Abzeichen würde der Odalrune ähneln, die von den Nationalsozialisten als Symbol verwendet worden war. Die unzuständige BH leitete die Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Ried weiter, die, so Wiesinger gegenüber Unzensuriert, die Anzeige abgewiesen und das Verfahren (VerbotsG) nach § 190 (1) eingestellt hat.  Für Öllinger wurde die Sache zur handfesten Blamage.

Ein Blick auf das Strassburger Münster

Nur ein kleines Detail am Rande. Die bekannte Kathedrale, das Strassburger Münster, verfügt über zahlreiche Schriftzeichen an Steinen und Skulpturen, wobei eines davon sogar exakt der Odalrune ähnlich sieht. Andere Zeichen könnten Nachahmungen des NS-Hakenkreuzes sein.

Blöd nur, dass das Gebetshaus schon stand, lange bevor das NS-Reich sein Grauen vollzog.

Journalisten suchten Skandale – fanden aber nichts

Immer wieder wird Odin Wiesinger von linker Seite attackiert. Der unbescholtene Künstler musste sich gehässige Kritik gefallen lassen, weil er einer Burschenschaft angehört und weil er Werke für den damaligen Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf erstellt hatte, bzw. Illusttrationen für die AULA lieferte. Medial freilich nicht unerwähnt blieb, dass der nunmehrige designierte FPÖ-Parteiobmann Norbert Hofer ihn zu seinen langjährigen Freunden zählt. Als Wiesinger von der FPÖ für den oberösterreichischen Landeskulturbeirat nominiert wurde, brachen bei den vereinten Linken alle Dämme. Journalisten versuchten sogar bis zu seiner Zeit als Präsenzdiener zurück Skandale zu durchleuchten. Doch Wiesinger, der damals als anerkannter Soldatensprecher fungierte, hat sich auch hier nichts zu Schulden kommen lassen.

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