Stadt Wien: Ärztegewerkschafter Rainer soll Stethoskop abgeben.

16. Feber 2016 / 14:13 Uhr

Rote Stadt Wien kündigt kritischen Ärztegewerkschafter Gernot Rainer

Die rot-grüne Wiener Stadtregime will offenbar diverse Kritiker loswerden. Ärztegewerkschafter Gernot Rainer dürfte das jüngste Opfer sein, das mit dem Kurs von Bürgermeister Michael Häupl und Co. in der Bundeshauptstadt nicht einverstanden ist. Der Lungenfacharzt Rainer hatte sich mit der Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely und dem Krankenanstaltenverbund (KAV) wegen der sich extrem verschlechternden Arbeitsbedingungen für das medizinische Personal angelegt.

Dies gipfelte in der Gründung der Ärztegewerkschaft Asklepios, die unter anderem gegen die verbockte Umsetzung des Ärztearbeitszeitgesetzes in den KAV-Krankenanstalten Sturm lief. Für den Dienstgeber KAV und die rot-grüne Stadtregierung, an der Spitze SPÖ-Stadträtin Wehsely, bedeutet dies „mangelnde Identifikation mit den Gesamtinteressen der Dienststelle bez. der Stadt Wien“. Deshalb muss der Facharzt Rainer seinen Arbeitsplatz mit Mai 2016 im Otto-Wagner-Spital räumen.

Wiener Ärztekammerkammer ist empört über Stadt Wien

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Eine solche Vorgangsweise stößt sogar der sozialdemokratisch dominierten Wiener Ärztekammer auf. Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres protestiert gegen die Beendigung des Dienstvertrags mit Rainer und sieht darin ein „schlechtes Zeugnis“ für den Dienstort Wien. Vor allem diese faktische Reaktion auf die gewerkschaftliche Tätigkeit des Arztes Rainer durch die Stadt Wien stößt dem roten Ärztekammerpräsidenten „sauer“ auf. Er fordert die Revidierung dieser Entscheidung und sagte den vollen Beistand der Ärztekammer zu, zumal Rainer fachlich in allen seinen Beurteilungen als höchst qualifiziert gelte. Darüber hinaus versprach der Ärztekammerpräsident auch anderen Kollegen, die von Repressionsmaßnahmen der Stadt Wien betroffen sind, volle Unterstützung.

FPÖ kritisiert „Säuberungswelle“

Scharfe Kritik kam von der freiheitlichen Abgeordneten und  Obfrau des Gesundheitsausschusses Dagmar Belakowitsch-Jenewein. Sie fühlt sich an DDR-Methoden erinnert und fordert die zuständige Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser auf, die „Säuberungswelle“ im Wiener Gesundheitswesen zu stoppen.

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