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Sebastian Kurz

Kurs beibehalten oder verändern? Sebastian Kurz spricht derzeit in Rätseln.

16. August 2019 / 10:51 Uhr

Kurz will Kurs der Veränderung fortsetzen – also was jetzt?

Die ÖVP und insbesondere ihr Obmann und Ex-Kanzler Sebastian Kurz kommunizieren derzeit in Rätseln. Einerseits ist immer wieder vom Fortsetzen des eingeschlagenen Kurses die Rede, andererseits schlagen Kurz und seine Gefährten sowohl inhaltlich als auch personell immer mehr Haken und kommen vom Weg ab. Etwa wenn negative Asylwerber weiterhin eine Lehre machen sollen oder wenn Herbert Kickl als eifrigster Reformer im Kernbereich der inneren Sicherheit nicht mehr dabei sein soll.

Chaos wegen Mangels an Personal?

Anscheinend herrscht derzeit Chaos in der Volkspartei, die mangels Zugriff auf eine Reihe von Ministerien wohl nicht mehr über den vollen Wahlkampfapparat verfügt. Das merkt man auch in den sozialen Medien, wo Ex-Minister Gernot Blümel in einer Videobotschaft „etwas für den Klimawandel tun“ will – anstatt ihn zu bekämpfen.

Zick-Zack-Kurs fortsetzen?

Und auch die heutige Kurz-Botschaft des Ex-Kanzlers wirkt sprachlich ziemlich unausgegoren. „Wir wollen den Kurs der Veränderung auch weiterhin gemeinsam fortsetzen“ lautet der etwas umständliche Titel des Facebook-Videos.  Ist das ein Zick-Zack-Kurs? Im Text spricht Kurz dann von einem „Weg der Veränderung für Österreich“, der fortgesetzt werden soll.

https://www.facebook.com/sebastiankurz.at/videos/446228256104486/?v=446228256104486

Veränderung von SPÖ zu FPÖ und weiter zu den Grünen?

Doch mit dieser Formulierung begibt sich Kurz ins Terrain der völligen Beliebigkeit. „Den Weg der Veränderung fortzusetzen“ bedeutet nämlich etwas ganz anderes, als den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Tatsächlich war es ein Weg der Veränderung, der die ÖVP nach der SPÖ zu den Freiheitlichen führte. Wenn Kurz diesen Weg der Veränderung weitergehen will, landet er dann als nächstes bei den Grünen?

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