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US-Soldaten wollten ohne Genehmigung schwerbewaffnet über Wien in die Ukraine reisen.

USA

1. August 2015 / 05:15 Uhr

US-Soldaten mit illegalen Waffen in Wien: Keine Reaktion von Kurz

Wie berichtet, wollten schwer bewaffnete US-Soldaten über Wien in den Ukraine-Krieg reisen. Sie führten illegal M16-Sturmgewehre mit. Die Polizei nahm die GIs auf dem Flughafen Schwechat fest, als diese den Transitbereich wegen einer zufälligen Umbuchung verließen. Ihnen fehlte die Genehmigung für den Transport der Armeewaffen. Über den Vorfall ist der außenpolitische Sprecher der FPÖ, Johannes Hübner, entrüstet: "Das ist ein Verstoß gegen die Neutralität Österreichs". Hübner vermisst eine harte Reaktion von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP).

Sanktionen gegen USA

„Die Betroffenen haben natürlich gegen das Kriegsmaterialiengesetz verstoßen, weil sie Kriegswaffen ohne Genehmigung in Österreich eingeführt haben“, so Hübner im Audio-Interview für Sputniknews. „Die amerikanische Regierung hat auch meiner Ansicht nach gegen die Neutralität verstoßen. Das ist sicherlich ein schwerwiegender Vorfall.“ Hübner würde sich eine harte Reaktion aus Wien wünschen: „Es würde mich sehr freuen, wenn unser Außenminister oder gar unser Bundeskanzler diplomatische Sanktionen gegen die USA oder spezielle Sicherheitsvorkehrungen ergreifen für Flüge aus den USA. Das wäre eine große Überraschung, würde mich aber sehr freuen. Es wäre notwendig im Sinne unserer Selbstbeachtung, unserer selbsterklärten Neutralität und unseres Selbstwertgefühls als neutraler Staat. Ob es passiert – sehr fraglich.“

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