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UBER-Boss Kalanick muss den chinesischen Markt an die Konkurrenz abgeben.

9. August 2016 / 14:00 Uhr

China: Fahrtendienst UBER wird von Lokalmatador Didi Chuxing geschluckt

Der US-Fahrdienst UBER stößt bei seinem globalen Eroberungszug offensichtlich an seine eigenen Grenzen. Auf dem Milliardenmarkt China musste UBER-Chef Travis Kalanick nun die Bremsen einlegen. Grund dafür: Die Konkurrenz des chinesischen Lokalanbieters Didi Chuxing. Dieser ist nach einer zweijährigen Schlacht um den chinesischen Markt nun als Sieger hervorgegangen und schluckt die US-Konkurrenz. UBER darf nach der De facto-Fusion einen 20 Prozent-Anteil behalten, was einem Marktwert von sieben Milliarden Euro entspricht.

UBER hielt bisher einen Zehn-Prozent-Anteil am Gesamt-Fahraufkommen, das heißt 150 Millionen Fahrten monatlich am chinesischen Markt. Der Konkurrent Didi Chuxing kam im Gegenzug auf 80 Prozent und bot seine Dienste in viermal so vielen Städten an wie UBER.

Peking beseitigte Rechtsunsicherheit für UBER & Co.

Hauptgrund für den Erfolg von Fahrdiensten wie UBER, Didi Chuxing & Co. ist die durch die Regierung umgesetzte Rechtssicherheit. Nachdem das chinesische Taxigewerbe zu einem Proteststurm gegen UBER wegen Wettbewerbsverzerrung angetreten war, erließ das Transportministerium einen Pflichtenkatalog. Kern der Vorschriften für die alternativen Fahrtendienste: Lenker von Mitfahrdiensten müssen mindestens drei Jahre Praxis am Lenkrad haben, ihre Fahrzeuge dürfen nicht älter als acht Jahre sein und maximal (großzügige) 600.000 Kilometer auf dem Tacho haben.

Auch Ungarn zwang UBER mit strengen Vorschriften in die Knie

Damit möchte man Fahrsicherheit und Konsumentenschutz für die transportierten Personen garantieren, ein Umstand, der etwa in Österreich bisher fehlt. Im Gegenzug dazu hatte etwa Ungarn seine strengen Rahmenbedingungen für UBER umgesetzt, und den Fahrdienst voerst sogar zum Einstellen seiner Marktbearbeitung gezwungen. 

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