Die Cholera-Epidemie breitet sich wegen dem Bürgerkrieg im Jemen aus.

16. Mai 2017 / 11:00 Uhr

Cholera-Epidemie: Im Jemen bereits 115 Tote und 8500 Verdachtsfälle

Im Bürgerkriegsland Jemen ist die tödliche Krankheit Cholera ausgebrochen. Laut Internationalen Roten Kreuz geht man derzeit von mindestens 115 Toten und ungefähr 8.500 Verdachtsfällen aus. Laut Gesundheitsexperten des Roten Kreuzes und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das medizinische Versorgungssystem wegen des bereits zwei Jahre andauernden Bürgerkriegs nicht mehr in der Lage hochansteckende Infektionskrankheiten, wie etwa die Cholera, wirksam zu bekämpfen.

Cholera bald auch in Europa?

Dazu kommt, dass zwei Drittel der rund 7,6 Millionen Einwohner keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Gleichzeitig ist auch die Müllabfuhr, etwa in der Hauptstadt Sanaa, völlig zusammen gebrochen. Grund dafür ist die ausstehende Bezahlung der Müllfuhrwerker durch die Stadtverwaltung.

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Aus dem Jemen machen sich auch immer wieder tausende Flüchtlinge in Richtung Europa auf. Es ist zu befürchten, dass damit auch die Cholera nach Europa eingeschleppt wird.

Hauptstadt Sanaa in der Hand der Huthi-Rebellen

Derzeit ist die Hauptstadt Sanaa in den Händen der Huthi-Rebellen. Ihnen stehen die Truppen von Staatspräsident Abd-Rabbu Mansour Hadi, unterstützt von Saudiarabien gegenüber.  Gleichzeitig mischen in wechselnden Allianzen auch Anhänger des Islamischen Staates (IS) und der Al-Qaida-Milizen im jemenitischen Bürgerkrieg mit.  

Vor diesem Hintergrund gehen Gesundheitsexperten von einer weiteren Verschärfung der Gesundheitssituation und der Ausbreitung von Seuchen, wie der Cholera, im Jemen aus. 

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