Der britische Premierminister Keir Starmer hat seinen Rücktritt als Vorsitzender der linken Labour-Partei angekündigt. Er bleibt zunächst Regierungschef, bis ein Nachfolger an der Parteispitze und damit auch im Amt des Premiers gefunden ist.
Labour will Starmer nicht mehr als Kandidaten
Starmer teilte mit, er habe am Morgen mit König Charles gesprochen. Er erklärte, seine Partei wolle ihn nicht mehr als Spitzenkandidaten für die nächsten Parlamentswahlen, und er nehme diese Entscheidung „mit Würde“ an.
Druck aus der eigenen Partei
Der Rücktritt folgt nach monatelangem innerparteilichem Druck. Starmers Beliebtheitswerte und jene der Labour-Partei waren zuletzt deutlich gefallen, unter anderem wegen schlechter Ergebnisse bei Kommunal- und Regionalwahlen.
Auch andere Belastungen spielten eine Rolle: die schwache Wirtschaft, hohe Lebenshaltungskosten, Probleme im öffentlichen Dienst und Kritik an Personalentscheidungen der Regierung, etwa rund um Peter Mandelson.
Nachfolge offen, Burnham vorne
Als klarer Favorit auf die Nachfolge gilt Andy Burnham. Er kündigte nach Starmers Rücktritt an, sich um die Führung der Labour-Partei zu bewerben. Bis Anfang Juli können sich Kandidaten nominieren lassen; bis zum Wiederzusammentritt des Unterhauses im September könnte dann ein neuer Regierungschef feststehen.


