Wenn man die Bürger abstimmen lässt, kommen oft ganz andere Ergebnisse heraus, als von den Altparteien gewünscht. So auch dieser Tage in der Hansestadt Hamburg. Dort erteilte das Volk den Olympischen und Paralympischen Spielen eine klare Absage.
Altparteien und direkte Demokratie
Wie die Tagesschau berichtete, stimmten “54,9 Prozent (357.911) der teilnehmenden Wahlberechtigten” gegen die Teilnahme und “45,1 Prozent (293.819)” dafür. Man muss allerdings dazu sagen, dass von den Hamburgern lediglich 49,6 Prozent der Wahlberechtigten teilgenommen haben. Offenbar interessiert viele Bürger das Thema also nicht einmal. Trotzdem ist das Ergebnis ein eindeutiges und demokratisches Nein.
Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bedauert dieses Ergebnis sehr. Aber das Volk hat gewählt und die Politiker haben das Ergebnis zu akzeptieren. Die Frage ist, ob das in Berlin auch so ablaufen wird? Auch die Altparteien der BRD-Hauptstadt hätten Berlin gerne für die Spiele. Nur: Wird man die Berliner überhaupt abstimmen lassen? Daran, wie mit dem Wahlergebnis rund um das Tempelhofer Feld umgegangen wird, merkt man, dass die Berliner Altparteien wenig Wert auf direkte Demokratie legen. Die Bürger wollen nicht, dass es bebaut wird, aber die Blockparteien schon. Es bleibt abzuwarten, wie das bei den olympischen Spielen beziehungsweise der Bewerbung dafür abläuft.

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