Andreas Rabl, Stadt Wels

Andreas Rabl machte Wels in seiner Bürgermeister-Ära schuldenfrei. Heute hat die Stadt sogar 100 Millionen Euro auf der hohen Kante.

16. Mai 2026 / 10:38 Uhr

Budget-Wunder Andreas Rabl spricht von „Fake News“ der SPÖ in Wels

Andreas Rabl hat im Jahr 2015 die rote Hochburg Wels in Oberösterreich erstmals blau umgefärbt und bei der Bürgermeister-Wahl 2021 sensationelle 60 Prozent erreicht. Die Bürger sind offenbar zufrieden mit dem Mann, der ein regelrechtes Budget-Wunder vollbracht hat. Die SPÖ aber wirft Rabl vor, das Familiensilber in Wels verkauft zu haben. 

330 Millionen aus dem System gespart

„SPÖ-Fake-News“, sagt Rabl auf seiner Facebook-Seite zu dieser Behauptung, wo er ein Video dazu veröffentlicht hat. Man habe das Budget saniert, 70 Millionen Schulden zurückbezahlt, 200 Millionen schuldenfrei investiert und 100 Millionen auf der hohen Kante, rechnet der FPÖ-Bürgermeister vor. Insgesamt seien das 400 Millionen Euro für die Stadt Wels, davon würden 70 Millionen aus dem Verkauf der Sparkasse stammen. 330 Millionen habe man aus dem System gespart. „Das kann die SPÖ nicht glauben!“, sagt Rabl in seinem Video-Beitrag, in dem er auch den SPÖ-Landesrat Martin Winkler zu Wort kommen lässt. 


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Familiensilber verkauft

Winkler behauptet in diesem Video dann, dass Andreas Rabl das Familiensilber in Wels verkauft habe. „Er hat die Sparkassenanteile verkauft, er hat Immobilien verkauft und hat damit die Stadt Wels entschuldet“, so Winkler. Darauf reagierte Rabl mit den Worten: 

Wenn wer das Familiensilber verkauft hat, dann war das in der Vergangenheit die SPÖ! Das Wasser wurde verkauft, der Strom wurde verkauft, der Kanal wurde verkauft, die stadteigenen Wohnungen wurden verkauft und so weiter. Liebe SPÖ, wirtschaften könnt’ ihr nicht!

ORF brachte Wels als positives Beispiel

Über den Budget-Erfolg von Rabl in der zweitgrößten Stadt Oberösterreichs staunte auch der ORF, der Wels in der Sendung „Dok1: Sparen, Streichen, Schließen – Gemeinden unter Druck“ als positives Beispiel hervorgehoben hat. Die SPÖ erkennt das nicht an und verschweigt geflissentlich, dass unter ihrer Ära der Bürgermeister-Chauffeur fast so viel verdient hat wie ein Nationalratsabgeordneter. Nach Amtsantritt von Rabl wurde dieser Job ersatzlos gestrichen. 

Förderungen und Subventionen gekürzt

Aber das allein hätte für das Budget-Wunder nicht ausgereicht. Rabl setzte den Sparstift in allen Bereichen an. 2016 gab es eine Struktur-Reform, der Magistrat wurde reorganisiert, die zweite Führungsebene halbiert, Förderungen und Subventionen gekürzt und Leistungen überprüft. Rabl sagte gegenüber unzensuriert ein Beispiel dafür:

Wir haben eine Jugendherberge geschlossen, die uns 100.000 Euro gekostet hat. Jetzt geben wir Jugendlichen Gutscheine zum Übernachten in Hotels aus, sparen dadurch und leisten gleichzeitig einen Beitrag für die Privatwirtschaft.

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