Beim diesjährigen Gauda Fest in Zell am Ziller in Tirol soll es laut Der Standard angeblich Naziparolen gegeben haben. Im ORF-Bericht wurde dazu ein für den Staatsfunk gängiges Narrativ bedient, in dem man die Freiheitlichen mit dem Vorfall offenbar in Verbindung zu bringen versuchte.
Naziparolen und Wiederbetätigung
Wörtlich heißt es in der Einleitung des Artikels auf [email protected]:
Das diesjährige Gauder Fest in Zell am Ziller kommt nicht aus den Schlagzeilen: In den Tagen danach hat lautstark geäußerte Kritik des FPÖ-Politikers Christoph Steiner an einer Festpredigt des Innsbrucker Bischofs für Wirbel gesorgt, jetzt geht es um mutmaßliche Naziparolen und Wiederbetätigung. Die Polizei ermittelt.
Wie verzweifelt muss der ORF sein?
Danach kommen die Freiheitlichen nicht mehr vor. Das erzürnte den Wiener Gemeinderat Klemens Resch (FPÖ), der auf Facebook schrieb:Â
Wie verzweifelt muss man beim ORF eigentlich sein? Da wird über Naziparolen berichtet und völlig ohne Zusammenhang wird in der Einleitung die FPÖ und Christoph Steiner erwähnt, obwohl es im gesamten restlichen Artikel gar nicht mehr darum geht. Warum?
Manipulativ und durchschaubar
Resch will die Antwort kennen: Nur damit beim Leser „FPÖ“ und „Nazis“ hängen bleiben würde. Genau dieses billige Framing zerstöre das Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Statt objektiver Berichterstattung betreibe man politische Stimmungsmache auf Gebührenkosten. Das sei manipulativ, durchschaubar und eines öffentlich-rechtlichen Mediums unwürdig, sagte Resch.Â

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