Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico macht Druck: Sollte Brüssel die Ukraine nicht zwingen, die Slowakei wieder mit russischem Öl zu versorgen, will er das inzwischen bereits 20. Sanktionspaket gegen Russland blockieren.

6. April 2026 / 17:20 Uhr

Slowakei und Tschechien im Konflikt mit der EU: Druschba-Pipeline-Krise spitzt sich zu

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico droht, das 20. Sanktionspaket gegen Russland zu blockieren, falls die EU Kiew nicht zum Wiederanlauf der russischen Öllieferungen über die Druschba-Pipeline zwingt.

EU stellt ukrainische Interessen über Mitgliedstaaten

Die Krise eskaliert seit dem 27. Januar 2026, als ein angeblich russischer Drohnenangriff die ukrainische Pipeline-Infrastruktur bei Brody beschädigte und Lieferungen in die Slowakei und nach Ungarn stoppte. Fico wirft der EU vor, ukrainische Interessen über die der EU-Mitgliedstaaten zu stellen, und fordert ein Ende der Sanktionen gegen russisches Öl und Gas.

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Schwere Vorwürfe: Ist die Pipeline noch intakt?

Die Druschba-Pipeline versorgt die Slowakei und Ungarn mit russischem Rohöl, wobei die Slowakei fast vollständig von der Raffinerie Slovnaft in Pressburg abhängt, die auf russisches Öl ausgelegt ist. Kiew bestreitet absichtliche Blockaden und beruft sich auf Reparaturen nach dem Drohnenangriff, doch Fico und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán werfen Präsident Wolodymyr Selenskyj vor, den Transit politisch zu sabotieren. Fico zeigte Satellitenbilder, die belegen sollen, dass die Pipeline intakt ist, und kritisierte die EU dafür, keine Experten in die Ukraine zu schicken. Fico und Orbán hatten, wie berichtet, bereits gefordert, die EU-Sanktionen gegen russische Energie sofort zu beenden.

EU stört sich an slowakischen Treibstoffbeschränkungen

Am 18. März führte die Slowakei Treibstoffbeschränkungen ein: Dieselkäufe begrenzt auf 400 Euro pro Fahrzeug (circa 230 bis 240 Liter); Auslandsfahrzeuge zahlen regulierte Preise von 1,826 Euro pro Liter basierend auf Nachbarländern (Österreich, Tschechien, Polen). Die EU-Kommission nannte dies „diskriminierend“; es verstoße gegen EU-Recht, da es den Binnenmarkt untergrabe, beklagte man sich und droht mit Rechtsmaßnahmen. Fico wies die Forderung zurück und betonte die Stabilität der Versorgung.

Slowakei soll Öl aus dem Westen bekommen

Der tschechische Industrie-Minister Karel Havlíček kündigte am 18. März Investitionen von bis zu einer Milliarde Kronen (ca. 47 Millionen Dollar) für einen Rückwärtsfluss der tschechischen Druschba-Sektion an, um der Slowakei Öl aus dem Westen zuzuführen – möglich ist das seit dem Ausstieg aus russischen Lieferungen 2025 via TAL-Pipeline. Die Regierungen trafen sich am 31. März zur ersten gemeinsamen Kabinettssitzung seit drei Jahren, mit Fokus auf Energie-Sicherheit; ein Kooperationsmemorandum wurde unterzeichnet.

Liebesbriefe an Selenskyj, Drohbriefe an Pressburg

In einer Videobotschaft am 29. März warf Fico der Kommission „Doppelmoral“ vor: „Liebesbriefe“ an Selenskyj, „Drohbriefe“ an Pressburg. Er sprach von einer „politischen Affäre“ zwischen Ursula von der Leyen und Selenskyj und drohte, Slowakens EU-Unterstützung für die Ukraine auszusetzen. Nach Treffen mit Orbán (4. April) forderte Fico Sanktionsauflösung und Dialog mit Moskau, angesichts globaler Energie-Störungen durch Naher-Osten-Konflikte.

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