Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán (l.) und sein slowakischer Amtskollege Robert Fico setzen sich für das sofortige Ende der EU-Sanktionen gegen russische Energie ein.

5. April 2026 / 15:33 Uhr

Europa braucht billige Energie: Orbán und Fico fordern Ende der Russland-Sanktionen

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán und der slowakische Regierungschef Robert Fico erhöhen den Druck auf Brüssel und verlangen ein sofortiges Ende der EU-Sanktionen gegen russische Energie. Ihr Standpunkt ist klar: Europa steht wegen der jüngsten Energieverwerfungen unter massivem wirtschaftlichem Stress und braucht wieder billigere Öl- und Gaslieferungen, notfalls auch über Russland.

Mehr Diplomatie und weniger rechtliche Hürden

Die beiden Regierungschefs verlangen zudem, dass die EU Gespräche mit Russland wieder aufnimmt und die politischen sowie rechtlichen Hürden für russische Energielieferungen abbaut. Orbán warnte in einer Videobotschaft, die Lage in Europa sei „kritisch“, während Fico die Kommission aufforderte, sich rasch mit der Versorgungslage der Mitgliedstaaten auseinanderzusetzen.

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Europa steht vor großer Energiekrise

Hintergrund ist die neue europäische Energiebelastung infolge des Iran-Krieges. Die Energiepreise in der EU haben sich seit Beginn des Konflikts deutlich verteuert, darunter Gas und Öl. Europa musste bereits zusätzliche Milliarden für fossile Importe ausgeben. Zudem sind die Gaspreise für europäische Abnehmer seit Beginn des Iran-Kriegs bereits stark gestiegen, und Experten warnten vor einer möglichen Versorgungskrise in ähnlicher Größenordnung wie 2022.

Gleichzeitig versucht die Europäische Kommission, die Folgen der Krise abzufedern. Sie prüft Maßnahmen, um Strompreise zu senken und die Belastung für Haushalte und Unternehmen zu begrenzen; Kommissionsvertreter warnten zugleich, dass die Folgen der Krise nicht kurzfristig verschwinden werden.

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