Kickl und Regierung

Herbert Kickl treibt die Regierung vor sich her. Um die Erfolge des FPÖ-Chefs einzudämmen, könnte der Verlierer-Ampel eine “Kicklbremse” vorschweben, wie Die Presse satirisch bemerkte.

4. April 2026 / 09:17 Uhr

Verlierer-Ampel hilft nur noch „Kicklbremse“ – sonst droht Pakt mit Grünen

Die Mainstream-Medien sind verwundert: Trotz „Sprit-Zuckerl“ sackt die Verlierer-Ampel in der Wählergunst weiter ab. Wären am Sonntag Wahlen, würden ÖVP, SPÖ und Neos laut Umfrage über keine Mehrheit mehr verfügen. Zwei Szenarien könnten die Regierung retten. 

Babler “Kicklbremse” in den Mund gelegt

Eine Variante, um die FPÖ in Umfragen nicht noch weiter davonziehen zu lassen, brachte die Tageszeitung Die Presse ins Spiel. Natürlich satirisch gemeint, schlug sie unter dem Titel „Pizzicato“ (Spielwiese) folgende Maßnahme vor, die man dem SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler in den Mund legte: „Wir können eine Kicklbremse einführen!“ 

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Polizei stürmte Grundstück von Meinungsforscher

Wenige Stunden später, als sich die Leser immer noch über die „Pizzicato“-Begriffe wie „Tschickpreisbremse“, „Tunnelpreisbremse“, „Erbschaftspreisbremse“ oder „Schnitzelpreisbremse“ amüsierten, kam es ausgerechnet bei jenem Mann zu einer Razzia, der auf Oe24 regelmäßig die tollen Umfrage-Werte der Freiheitlichen kommentiert. Wie die Kronen Zeitung berichtete, stürmte die Polizei das Grundstück von Meinungsforscher Werner Beutelmeyer (Market), um 19 Waffen zu beschlagnahmen. „Pizzicato“ würde dazu wohl eine „Waffenbremse“ einfallen. 

Intrige vermutet

Beutelmeyer vermutete hinter der Anzeige eine Intrige. Womöglich waren es tatsächlich Nachbarn, die für den Polizei-Einsatz verantwortlich zeichneten, und nicht der lange Arm der schwarz-rot-pinken Regierung, der es ziemlich auf die Nerven gehen muss, wenn Herr Beutelmeyer ständig die Erfolge der FPÖ und die Schwächen der Verlierer-Ampel kommentiert. 

Mit den Grünen Kickl ausbremsen

Nach aktueller Umfrage kommt die Verlierer-Ampel gesamt nur noch auf 45 Prozent, während FPÖ-Chef Herbert Kickl allein 36 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen kann. Von einer Regierungsmehrheit sind ÖVP, SPÖ und Neos derzeit so weit entfernt wie Österreich von einer „Asylbremse“. Geht das so weiter, werden die drei Parteien wohl auch noch die Grünen ins Boot holen müssen, um Kickl als Volkskanzler verhindern zu können. Bei der – von der Regierung ach so gelobten – „Spritpreisbremse“, für die die Ampel eine Zweidrittelmehrheit benötigte und für die die Grünen das erforderliche Beiwagerl spielten, hat das ja schon gut geklappt.  Ein Vorspiel auf ein schwarz-rot-pink-grünes Experiment, gegen das das Volk nur mit einer “Einheitsparteibremse” erfolgreich entgegensteuern kann.

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