Kurz vor der Parlamentswahl in Ungarn am 12. April macht die Europäische Kommission weiter Druck auf Ministerpräsident Viktor Orbán. Ein Drohbrief aus Brüssel soll ihn dazu zwingen, den Treibstoff nicht mehr billiger an die Ungarn als an die Ausländer zu geben.
Kampf gegen Ölblockade
Auf der Facebook-Seite seiner Partei Fidesz antwortete Orbán, dass Brüssel verstehen müsse, dass Ungarn sowohl gegen die ukrainische Ölblockade kämpfe, als auch gegen die weltweiten Energiekrisen, die an die Tür klopfen. Wie berichtet, weigert sich die Ukraine die mutmaßlich beschädigte Druschba-Pipeline zu reparieren, durch die russisches Öl für Ungarn und die Slowakei fließt.Â
Lassen uns von Ukraine nicht erpressen
Ungarn, so Orbán weiter, könne nicht akzeptieren, dass die Europäische Kommission in dieser Situation erneut angreife, anstatt zu helfen. „Wir lassen ungarische Familien nicht den Saft der Erpressung der Ukrainer trinken. Deshalb teile ich heute EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit, dass Ungarn das geschützte Kraftstoff-Preissystem beibehält“, richtete der ungarische Ministerpräsident Richtung Brüssel aus.
Geschützte Preise bleiben
Die geschützten Preise blieben nur ungarischen Familien, ungarischen Unternehmen und ungarischen Landwirten verfügbar. Europa bliebe eine Union der Nationen und kein Reich, das von Brüssel aus kontrolliert werde, betonte Orbán, der auch meinte: „Ungarn ist das Erste für uns“.

