Die Ukraine verweigert weiterhin den vollständigen Zugang für eine EU-Inspektionsmission an der beschädigten Druschba-Ölpipeline.
Pipeline bei Gefechten beschädigt
Die Druschba-Pipeline wurde Ende Jänner 2026 mutmaßlich durch einen russischen Raketenangriff im Raum Brody beschädigt. Dabei wurde insbesondere eine Pumpstation getroffen, wodurch der Transport von russischem Rohöl nach Ungarn und in die Slowakei vollständig zum Erliegen kam. Während Russland und die Ukraine sich gegenseitig beschuldigten, hatte Ungarn seine Zustimmung zu den neuesten Geldgeschenken für die Ukraine davon abhängig gemacht, dass wieder russisches Öl nach Ungarn fließt.
Kein Zugang zu Anlagen
Die EU bot technische Unterstützung und finanzielle Hilfe zur Schadensbewertung und Reparatur an. Nach Angaben aus EU-Kreisen wurde die Mission von nationalen Experten begleitet, die ab Mitte März in die Region reisten. Seit mehreren Wochen wird ihnen jedoch der Zugang zu zentralen Anlagen nicht vollständig gewährt.
Angebliche Risiken durch russische Angriffe
Die ukrainische Regierung verweist auf angebliche Sicherheitsrisiken durch anhaltende russische Angriffe auf die Energie-Infrastruktur sowie auf technische Schutzmaßnahmen im betroffenen Gebiet. Ein bewusster Versuch, die Reparaturen zu blockieren, wird von Kiew zurückgewiesen.
Satellitendaten wecken Zweifel an Ukraine-Darstellung
Ungarn und die Slowakei haben hingegen Zweifel an der Darstellung der Schäden und verweisen auf eigene Analysen sowie Satellitendaten. Beide Staaten kritisieren die Verzögerungen und verknüpfen ihre Zustimmung zu EU-Finanz- und Sanktionsentscheidungen zunehmend mit einer Wiederaufnahme des Öltransits über die Pipeline.
Nach aktuellem Stand ist seit Ende März keine Einigung über den Zugang für die EU-Inspektoren erzielt worden. Die Reparaturarbeiten gelten als verzögert, während der Transit weiterhin vollständig unterbrochen bleibt.


