Für die heimischen Landwirte ist klar: “Die Politik braucht Patrioten”. Damit waren sie nicht alleine, denn die heurige Bauerndemo in Wien konnte sich über großen Zuspruch freuen.

1. April 2026 / 16:39 Uhr

Großer Andrang bei Bauerndemo: Hunderte demonstrieren für regionale Landwirtschaft

Hunderte Traktoren rollten am heutigen Mittwoch durch die Wiener Innenstadt: Das “Bündnis Zukunft Landwirtschaft” protestierte friedlich vom Landwirtschaftsministerium am Stubenring bis zum Parlament gegen Bürokratie, Mercosur und fehlende Zukunftsperspektiven für Familienbetriebe.

Breite Unterstützung für klare Forderungen

Hohe Energiekosten, EU-Auflagen und das umstrittene Mercosur-Abkommen (hormonbehandeltes Fleisch, Pestizide) bedrohen heimische Landwirte. Das Bündnis fordert deshalb eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung, weniger Papierkram und faire Preise – auch ÖVP-Minister Norbert Totschnig nannte die Anliegen „berechtigt“ und lud zu Gesprächen ein. Das kam bei den Teilnehmern jedoch nicht gut an: Sie wollten sich nicht parteipolitisch vereinnahmen lassen und taten ihrem Unmut kund, indem sie Totschnig lautstark ausbuhten.

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Unterstützung kommt ebenfalls von den Freiheitlichen: FPÖ-Agrarsprecher Peter Schmiedlechner unterstütze die Demo „zu 100 Prozent“, wie er sagte, und kritisierte Verlierer-Ampel für die zahlreichen Insolvenzen von Familienhöfen. Die Partei schließt sich der parteiunabhängigen Initiative an, nach ebenfalls gut besuchten eigenen Protesten.

Ja zu Kennzeichnungspflicht und regionaler Ernährung

Gegenüber unzensuriert erklärte ein Teilnehmer, wieso ihm die Kundgebung ein Anliegen war: Man wäre da gewesen, weil man das “mit Gift gespritzte Fleisch und Gemüse aus Südamerika nicht wolle”, und “nur eine Kennzeichnungspflicht der Herkunft dieses Fleisches” die Konsumenten davor bewahren könne, das Falsche zu kaufen. Ein anderer meinte: “Ausschließlich Nahrung aus der Region rettet nicht nur die österreichischen Bauern, sondern schützt auch wirklich die Umwelt”.

Auch der Abschluss der Demonstration vor dem Parlament war gut besucht, hunderte Personen waren vor dem Hohen Haus anwesend und zeigten ihre Unterstützung für den Protest.

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