ÖVP-Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger zählt nicht zu den Politikern, die man als Sympathieträger im Parlament bezeichnen würde. Er gilt als Mann fürs Grobe für Kanzler Christian Stocker – vor allem im Pilnacek-Untersuchungsausschuss, über den er im ORF offenbar „Fake News“ verbreitete.Â
Oberstaatsanwaltschaft forderte Richtigstellung
So musste die Moderatorin der ORF-Sendung „Hohes Haus“ vom 22. März sogar eine Richtigstellung von Hanger verlesen. Wörtlich sagte sie am Ende der Sendung:
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Weitere InformationenUnd zum Schluss haben wir noch eine Klarstellung. Der ÖVP-Abgeordnete Andreas Hanger hat in der letzten Sendung zum Pilnacek-U-Ausschuss trotz mehrmaligem Nachfragens eine Aussage getroffen, die laut Oberstaatsanwaltschaft Wien nicht zutrifft. Die Darstellung, dass der IT-Experte der Justiz die Smart Watch von Christian Pilnacek sowohl für die Justiz als auch für Polizei ausgewertet hat, ist falsch. Richtig ist, der IT-Experte war ausschließlich für die Staatsanwaltschaften tätig.
Bis auf die Knochen blamiert
Peinlicher geht es kaum noch. Hanger ist schließlich Fraktionsführer seiner Partei im Pilnacek-U-Ausschuss und müsste das eigentlich wissen. Der Tiroler Landtagsabgeordnete Patrick Haslwanter (FPÖ) sagte dazu auf Facebook:
Der ÖVP-Abgeordnete Hanger blamiert sich live im Fernsehen bis auf die Knochen! Das größte Kapital eines Politikers ist seine Glaubwürdigkeit und wie heißt es so schön: „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht.”
Oder anders formuliert: “GAME OVER. Herr Hanger!“
Staatsanwaltschaft will gegen Hanger ermitteln
In seinem Bemühen, den von der FPÖ eingerichteten Pilnacek-U-Ausschuss zu diskreditieren, hatte der ÖVP-Politiker auch versucht, der Kronzeugin die Glaubwürdigkeit abzusprechen. Zudem will die Staatsanwaltschaft – wie berichtet – gegen Hanger wegen Falschaussage in einem anderen Zusammenhang ermitteln.
IT-Experte stellte Löschung von Daten fest
Die Aussage von Pilnacek zum IT-Experten ist deshalb brisant, weil der IT-Experte des Innenministeriums auf der Smart Watch des auf mysteriöse Weise zu Tode gekommenen früheren Sektionschefs im Justizministerium nichts gefunden haben will. Der IT-Experte, der von der Staatsanwaltschaft beauftragt wurde, hat dann eine Löschung einer riesigen Datenmenge festgestellt. Er soll den Behörden gesagt haben, dass dies ein offenkundiger Versuch gewesen wäre, um Spuren zu verwischen. Unzensuriert berichtete.
