Russland wird die EU-Staaten weiterhin mit Öl versorgen, währenddessen haben die USA die Sanktionen gegen russisches Öl gelockert.

25. März 2026 / 15:14 Uhr

Öl-Schock durch Iran-Krieg: EU verschiebt Russland-Embargo

Die EU-Kommission hat die Präsentation ihres Maßnahmenpakets für ein vollständiges und dauerhaftes Verbot russischer Ölimporte auf unbestimmte Zeit verschoben – ursprünglich war dies für den 15. April geplant. Auch der Widerstand von Ungarn und der Slowakei hat dazu beigetragen.

Chaos am Ölmarkt und Widerstand in Europa

Brüssel gibt keine offiziellen Erklärungen ab, doch das aktuelle Ölmarkt-Chaos durch den Iran-Krieg und der anhaltende Widerstand von Ungarn unter Ministerpräsident Viktor Orbán sowie der Slowakei werden als Hauptfaktoren genannt. Beide Länder nutzen weiterhin Ausnahmen aus dem 2022-Embargo, importieren russisches Öl und stemmen sich vehement gegen das inzwischen bereits 20. Sanktionspaket der EU gegen Russland.

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„Größte Versorgungsstörung der Ölmarkthistorie“.

Seit dem Kriegsausbruch Anfang März 2026 ist die Straße von Hormus – die zentrale Route für 20 Millionen Barrel Öl täglich (ein Fünftel des Weltmarkts) – nahezu blockiert. Nur noch 89 Schiffe (darunter 16 Öltanker) passierten sie vom 1. bis zum 15. März, die Golfstaaten drosselten die Produktion um 10 Millionen Barrel pro Tag. Die Internationale Energieagentur (IEA) bezeichnet dies als „größte Versorgungsstörung der Ölmarkthistorie“.

Die IEA reagierte mit der größten Freigabe strategischer Reserven aller Zeiten: 400 Millionen Barrel aus 32 Mitgliedsstaaten sollen die Märkte stabilisieren und Preisanstiege dämpfen. 

USA setzen wieder mehr auf russisches Öl

US-Präsident Donald Trump verteidigte die Lockerung von Sanktionen gegen russisches Öl bis zum 11. April, um das Angebot zu sichern – trotz Kritik aus Europa, das die Abhängigkeit von Russland in vier Jahren stark reduzierte (nun unter drei Prozent). Die EU verlängert parallel Sanktionen gegen Russland-Verbündete bis September und betont, über stabile Gas-Speicherstände (circa 30 Prozent) zu verfügen. Experten warnen vor anhaltender Inflation durch die steigenden Spritpreise.

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