Nach einem Treffen eines patriotischen Lesekreises wurden in Frankfurt am Main zwei junge Studenten von unbekannten Linksextremisten angegriffen. Die Rede ist von fünf bis sechs Tätern, dem Einsatz von Pfefferspray, Tritten und einen Knochenbruch. Â
In Überzahl von hinten
Nach Angaben der Betroffenen sind zwei Teilnehmer des patriotischen Lesekreises am 5. März auf dem Weg zur S-Bahn-Station Frankfurt-Lokalbahnhof von hinten von einer fünfköpfigen Gruppe angegriffen worden. Dem Verletzungsbericht der Frankfurter „Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie“ zufolge, welcher unzensuriert vorliegt, wurden die Lesekreisteilnehmer zunächst von hinten mit Schlägen und Tritten attackiert. Anschließend wurde Pfefferspray gegen sie eingesetzt. Einer der Betroffenen schilderte den Vorfall auf unsere Nachfrage:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere InformationenBevor die Täter abgehauen sind, riefen sie meinem Kollegen am Boden zu: ‚,Verpisst euch aus Frankfurt, wir wollen Leute wie euch hier nicht haben.“
Nachdem die Angreifer geflüchtet waren, verständigte einer der Täter die Polizei und den Rettungsdienst. Während der andere Teilnehmer wegen des Sprays die Orientierung verlor und eine Treppe hinunterstürzte, setzte die Wirkung des Sprays bei ihm erst später ein. Die Zahl der Angreifer schätzten die Betroffenen zunächst unterschiedlich. Am Ende verdichtete sich die Wahrnehmung auf fünf bis sechs Personen.
Vorfall medizinisch bestätigt
Im Bericht des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes vom 5. März ist festgehalten, dass einer der Betroffenen Pfefferspray in die Augen bekam, über ein brennendes Gefühl im Gesicht klagte und multiple Wunden am rechten Knie aufwies. Als Diagnose ist dort ausdrücklich „Misshandlung“ vermerkt. Am nächsten Tag kam dann die nächste, schwerere Diagnose hinzu: Im vorläufigen Arztbrief der Universitätsmedizin Frankfurt wird nach Röntgen und CT eine nichtdislozierte Radiusköpfchenfraktur links beschrieben, sprich ein Knochenbruch.
Polizei ermittelt, linkes Motiv für Betroffene eindeutig
Amtlich ist eine politische Tatmotivation bisher noch nicht bestätigt. Die Polizei spricht von gefährlicher Körperverletzung und laufenden Ermittlungen. Der Kontext ist dennoch offenkundig: Die beiden Männer kamen nach einem rechten Treffen und der dokumentierte Zuruf am Tatort zielte ersichtlich nicht auf einen Zufallskonflikt. Beide Betroffenen gaben gegenüber unzensuriert an, dass für sie der Angriff eindeutig dem linksradikalen Spektrum zuzuordnen sei.
Ein Warnsignal über Frankfurt hinaus
Seit Monaten sorgen antifaschistische Angriffe auf Andersdenkende immer häufiger für Schlagzeilen. So wurde etwa der 23-jährige rechte Aktivist Quentin Deranque im Februar in Lyon nach einem Angriff von Linksextremisten getötet. Kürzlich wurden Mitglieder der konservativen Frauengruppe „Lukreta“ in Hildesheim von linken Aktivisten verfolgt, bedrängt und belästigt. All diese Vorfälle zeigen die zunehmende Militarisierung und Fanatisierung linker Gruppen und verdeutlichen die Gefahr von links, die vom Establishment ignoriert wird.
