Ein schweres Sexualverbrechen an einer Jugendlichen soll im Mai des Vorjahres durch eine Bande in Wien verübt worden sein. Nach bisherigen Ermittlungsergebnissen wurde das damals 16-jährige Mädchen unter einem Vorwand in eine Wohnung gelockt und dort von mehreren Männern missbraucht. Einer der mutmaßlichen Täter, ein 19-jähriger Syrer mit Wohnsitz in Graz, befindet sich inzwischen in Haft. Zwei weitere Verdächtige werden noch gesucht.
Syrer filmte Tat und erpresste das Opfer
Die Syrer sollen die Tat gefilmt und das Opfer später mit der Veröffentlichung des Materials erpresst haben. Erst Monate später, nach einem zufälligen Wiedersehen mit einem der Peiniger, wandte sich die junge Frau an die Polizei. Die Ermittlungen laufen nun wegen mehrfacher schwerer Vergewaltigung, Nötigung und Erpressung.
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Weitere InformationenMaßnahmen nach Justiz-Skandal angekündigt
Der Fall sorgt auch deshalb für große öffentliche Aufmerksamkeit, weil er zeitlich in die Debatte um Verschärfungen des Sexualstrafrechts fällt. Nach den skandalösen Freisprüchen im sogenannten „Fall Anna“ – unzensuriert hatte berichtet – kündigte SPÖ-Justizministerin Anna Sporrer Reformen an, um Schutzlücken bei sexuellen Übergriffen zu schließen und die Beweisführung bei Nicht-Einvernehmen zu erleichtern. Damals hatten zehn junge Migranten ein erst zwölf Jahre altes Mädchen missbraucht, im September 2025 wurden alle Beschuldigten freigesprochen.
