Wie viel Chaos im SPÖ-geführten Sozialministerium herrscht, durfte nun FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker erfahren: Er erhielt ein Mahnschreiben, weil sein minderjähriger Sohn ein sogenannter „Geisterschüler“ sein soll – dabei handelte es sich jedoch um eine peinliche Panne, die kein gutes Licht auf die Behörde wirft.
Saftige Verwaltungsstrafe angedroht
Der 17-jährige Bernhard Hafenecker besucht eigentlich eine HTL in St. Pölten und schreibt dort gute Noten. Das scheint man im Sozialministerium jedoch nicht mitbekommen zu haben, denn bei der Familie Hafenecker flatterte Post von der Abteilung „AusBildung bis 18“ ein. Der Inhalt: eine Mahnung und eine angedrohte Strafe von bis zu 1.000 Euro, jeweils 500 Euro für Eltern und Sohn.
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Weitere InformationenEine „gute Ausbildung“ bringe „Ihnen berufliche Chancen, Anerkennung und ein stabiles Einkommen“, heißt es in dem Schreiben. Gute Orientierung sei „die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft“. Die Familie wird in dem – zielgruppengerecht mehrsprachig formulierten Brief – aufgefordert, „IN JEDEM FALL“ Kontakt mit dem Absender aufzunehmen.
„Geisterschüler“ ist in Wahrheit Musterschüler
Die „Ausbildung bis 18“ ist eine gesetzliche Pflicht, die Jugendliche bis 18 zu Schule, Lehre oder Ähnlichem verpflichtet; Verstöße werden mit Bußgeldern geahndet. Das Sozialministerium unter SPÖ-Ministerin Korinna Schumann koordiniert dies mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) und den Schulen. Im Fall von Bernhard Hafenecker scheint jedoch einiges schiefgelaufen zu sein: Da er die dritte Klasse einer HTL, also einer berufsbildenden höheren Bundesschule, besucht und dort auch sehr gute Noten hat, ist der Spross des blauen Generalsekretärs alles andere als ein „Geisterschüler“.
Behörden können nicht einmal Schüler erfassen
In allen anderen behördlichen Datenbanken wird der 17-Jährige jedenfalls korrekt geführt, nur im Sozialministerium scheint es nicht zu klappen. „Im Sozialministerium weiß offenbar die linke Hand nicht, was die rechte tut“, kommentierte der Bildungssprecher der niederösterreichischen Freiheitlichen, Helmut Fiedler, den grotesken Fall. „Wie wollen Behörden wissen, wer sich bei uns illegal im Land aufhält, wenn sie nicht einmal Schüler richtig erfassen können?“, fragte er sich.
