FPÖ-Chef Herbert Kickl übertrumpft in Umfragen inzwischen Bundespräsident Alexander Van der Bellen und schlägt auch die Mitglieder der Verlierer-Ampel bei Weitem, wie eine neue Umfrage zeigt.
Oppositionschef schlägt Staatsoberhaupt
Wie berichtet, hatte Kickl bereits im oe24-„Polit-Barometer“ Außergewöhnliches geschafft: Der Bundespräsident, der dank seines eher unspektakulären Amtes fast immer hohe Beliebtheitswerte genießt, unterlag dem Chef der größten Oppositionspartei. Ähnliche Zahlen brachte nun auch das „Polit-Barometer“ der Gratiszeitung Heute zutage.
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Weitere InformationenKickl bleibt Spitze, Stocker holt auf
In den vergangenen zwei Wochen ist Kickl 30 Prozent der Befragten positiv aufgefallen. Auch in dieser Erhebung schlägt er damit ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker, der auf 28 Prozent kommt. Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger landet mit 27 Prozent auf dem dritten Platz – das ist insofern erstaunlich, als sie in der oe24-Frage noch hinter SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler das Schlusslicht war. Allerdings kommt sie mit 41 Prozent auch auf besonders viele Negativ-Nennungen. Meinungsforscher Peter Hajek begründete Stockers Platzierung damit, dass der sonst so blasse ÖVP-Obmann in letzter Zeit wieder sichtbarer geworden sei.
Für Babler bleibt alles beim Alten
Für SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer ging es hingegen abwärts: Er rutscht mit 25 Prozent Positiv-Nennungen auf den vierten Platz ab. Die sonst ebenfalls eher unsichtbare ÖVP-Verteidigungsministerin Klaudia Tanner folgt mit 20 Prozent positiven Nennungen auf dem fünften Platz. Nichts Neues gibt es vom glücklosen Vizekanzler und SPÖ-Vorsitzendem Andreas Babler – er bleibt mit einem Saldo von minus 22 Prozent weiterhin unbeliebt.
Kaum jemand kennt die Staatssekretäre
Bei den Staatssekretären ergibt sich währenddessen ein ganz anderes Problem – sie sind für den Steuerzahler zwar teuer, aber weitgehend unbekannt. 44 Prozent kennen etwa Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) und ihre Genossin Michaela Schmidt nicht. Nur Alexander Pröll, ÖVP-Staatssekretär im Kanzleramt, scheint den Österreichern ein Begriff zu sein: Er erreicht noch 15 Prozent Positiv-Nennungen und liegt damit gleichauf mit SPÖ-Sozialministerin Korinna Schumann sowie zwei Prozentpunkte vor deren Parteifreundin und Justizministerin Anna Sporrer.
