Gerald Loacker und Beate Meinl-Reisinger

Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger hat das politische Handwerk des Postenschachers offenbar schnell gelernt. Für den pinken Ex-Abgeordneten Gerald Loacker (links) wartet ein Top-Job in der EU.

10. März 2026 / 07:55 Uhr

Nächster Postenschacher der Pinken für EU-Topjob regt sogar die ÖVP auf

Wenn die Neos heute davon reden, sich gegen den in Österreich grassierenden Postenschacher zur Wehr setzen zu wollen, geben sich die Pinken nur noch der Lächerlichkeit preis. Denn zwei krasse Fälle zeigen, dass Beate Meinl-Reisinger und Co. dieses unsympathische Handwerk längst gelernt haben. 

Aktuell geht es um den „Versorgungsposten“ für den Ex-Nationalratsabgeordneten Gerald Loacker. Der 52-jährige vermeintliche Partei-Günstling soll Mitglied des Europäischen Gerichtshofes werden. Die Neos haben – da schau her! – laut Regierungsprogramm das Vorschlagsrecht für einen der lukrativsten Posten in der EU. 

Kritik vom “Postenschacher-Lehrmeister”

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Da kommt sogar seitens des Koalitionspartners ÖVP, sozusagen des „Postenschacher-Lehrmeisters“, Kritik auf: Es hätte „zumindest einen Beigeschmack“, wenn bei einem parteiinternen Hearing herauskomme, „dass ein ehemaliger Parteifunktionär, der nie in der öffentlichen Verwaltung tätig war, eher geeignet sein soll, als eine über alle Parteien hinweg anerkannte Expertin mit langjähriger Erfahrung”, bemängelte der Nationalratsabgeordnete Jakob Grüner von der Kanzlerpartei.

Neos-Gründung zur Bekämpfung der Missstände

Die Neos hätten sämtliche Werte mit dem Regierungseintritt geopfert, wenn jetzt ein Ex-Abgeordneter mit einem EU-Topjob versorgt werde, sagte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz in einer Aussendung. Noch am 8. Februar 2022 hätten sich SPÖ und Neos für verpflichtende öffentliche Hearings für Spitzenposten der Republik, etwa an Höchstgerichten und auf EU-Ebene, ausgesprochen und entsprechende Initiativen angekündigt.

Damals habe der pinke Generalsekretär Douglas Hoyos erklärt, dass sich die Neos vor zehn Jahren gegründet hätten, um genau derartige Missstände im politischen System aufzuzeigen und auch zu bekämpfen. Nach mehr als vier Jahren sehe diese pinke Welt jedoch ganz anders aus, kritisierte Schnedlitz. 

12.000-Euro-Job für vermeintlichen Partei-Günstling

Dass die Neos, seit sie an der Macht sind, ihre politischen Vorsätze offenbar gänzlich über Bord geworfen haben und sich im allgemeinen Postenschacher-Spiel der Verlierer-Ampel wohlfühlen, haben sie auch schon bei der Besetzung des Leiters der Stabsstelle Strategie und Planung im Außenamt bewiesen. Diesen 12.000-Euro-Job schanzten sie dem Ex-Neos-Bundesgeschäftsführer Feri Thierry zu. Unzensuriert berichtete. 

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