Die Krise im Nahen Osten treibt auch hierzulande die Spritpreise in die Höhe: So hat etwa der Dieselpreis inzwischen die Marke von zwei Euro pro Liter geknackt. Was die meisten Menschen vor Probleme stellt, scheint jedoch bei den Neos eher ein Grund zur Freude zu sein.
Neos-Mandatar stolz auf sein E-Auto
Der pinke Nationalratsabgeordnete Dominik Oberhofer hatte sich nämlich auf X zu Wort gemeldet. An die “lieben Dieselfahrer”, die seiner Meinung nach Elektroautos für “Zukunftsmüll” halten würden, verkündete er angesichts der Preisexplosion am Ölmarkt: “Aktuell 2,10 Euro für euren Treibstoff – und es steigt weiter”. Sein E-Auto würde jedoch nur für einen Bruchteil fahren, und das ohne “Kriegsprämie”. Der russische Präsident Wladimir Putin und der Iran würden nicht an ihm verdienen, zeigte er sich stolz. Den verschmähten Dieselfahrern richtete er aus: “Bleibt bei eurem Öl – ich bleib bei FREIHEIT.”
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Weitere InformationenUnter steigenden Ölpreisen leiden alle
Warum die Schadenfreude des Neos-Mandatars aber völlig fehl am Platz ist, erklärte Info-Direkt-Chefredakteur Michael Scharfmüller: Steigende Ölpreise wirken sich längst nicht mehr nur auf die Zapfsäule aus. Sie treiben die Kosten für alle Energieträger nach oben – ob Strom, Gas oder Fernwärme. Diese Verteuerung setzt eine Teuerungsspirale in Gang: Höhere Energiepreise befeuern die Inflation, die wiederum sämtliche Produkte und Dienstleistungen verteuert.
Großverdiener Oberhofer hat leicht reden
Besonders spürbar ist das für Kreditnehmer, denn um die Preissteigerungen zu bremsen, hebt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen an – eine zusätzliche Belastung für alle, die laufende Darlehen abbezahlen müssen. Während Besserverdiener wie Oberhofer die Mehrkosten leichter abfedern können, geraten einkommensschwächere Haushalte zunehmend unter Druck.
Die Neos wollen “Freiheit” – aber nur für sich selbst
Da stellt sich die Frage: Wie glaubwürdig ist es, wenn Oberhofer steigende Dieselpreise öffentlich bejubelt? Statt Schadenfreude wäre Empathie angebracht – schließlich trifft die Preisexplosion gerade jene, die auf ihr Auto angewiesen sind.
Auch der inflationär betonte Freiheitsbegriff der Pinken wirkt widersprüchlich: Die Partei unterstützt Maßnahmen wie Impfpflicht oder Social-Media-Regulierung, während sie zugleich von individueller Freiheit spricht. Dass E-Auto-Fahrer von Subventionen profitieren, während Pendler mit Diesel zahlen, zeigt das Bild einer Partei, die den Bezug zu jenen verliert, die die Kosten ihres Idealismus tragen müssen.
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