Der Konflikt zwischen Ungarn und der Ukraine eskaliert weiter: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj droht dem ungarischen Ministerpräsidenten jetzt ganz unverhohlen mit Soldaten – und Ungarn reagiert.
Streit um Pipeline empört Ukraine-Regime
Ukrainische Soldaten könnten mit Viktor Orbán „in ihrer Sprache reden“, falls Ungarn weiter gegen die EU-Hilfen für die Ukraine stimmt, hatte der ukrainische Machthaber ausrichten lassen. Im Zentrum steht ein Pipeline-Streit, bei dem Ungarn EU-Gelder in Milliardenhöhe blockiert.
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Weitere InformationenDabei handelt es sich nicht um die erste Drohung aus der Ukraine: Erst im Februar hatte, wie berichtet, ein ukrainischer Major in einem Video mit einem schnellen Militärschlag gegen Ungarn gedroht. Eine ukrainische Brigade könne „in zwei Minuten“ in Ungarn eintreffen, hatte Yevhen Karas, Major der ukrainischen Streitkräfte und ehemaliger Anführer der faschistischen Gruppe C14, behauptet.

Sieben Ukrainer festgenommen
Die neueste Pöbel-Attacke aus Kiew hat jetzt Konsequenzen: Ungarische Behörden nahmen am gestrigen Donnerstag sieben Ukrainer fest, angeblich Mitarbeiter der staatlichen Oschadbank. Beschlagnahmt wurden 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und neun Kilogramm Gold aus Geldtransportern. GPS-Daten orteten die Fahrzeuge nahe ungarischer Sicherheitsorgane. Kiew behauptet: Der Transport erfolgte legal in Kooperation mit der Raiffeisen Bank International und war ordnungsgemäß deklariert.
Ungarn lässt sich nicht einschüchtern
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sprach von einer „kriminellen Geiselnahme“ und fordert die Freilassung sowie Aufklärung. Auf X sprach er von einen „kriminellen Vorgang“: „Heute in Budapest haben die ungarischen Behörden sieben ukrainische Staatsbürger als Geiseln genommen“, beklagte er.
Ungarns Regierungssprecher Zoltan Kovacs verurteilte Selenskyjs Verbalattacken als „Drohungen und Erpressung“ – Budapest lasse sich nicht einschüchtern. Die Eskalation könnte weitere EU-Gipfel belasten.
