Gerald Hauser

Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser will der Frage nachgehen, wie die EU hormonbelastetes Fleisch aus Drittstaaten erfolgreich kontrollieren will.

5. März 2026 / 10:13 Uhr

Rund 63 Tonnen kontaminiertes Rindfleisch in zehn EU-Staaten gelandet

Nach dem Skandal, dass rund 62 Tonnen brasilianisches Rindfleisch, das mit dem in der EU verbotenen Wachstumshormon Östradiol belastet gewesen sein soll, in mindestens zehn Mitgliedsstaaten geliefert wurde, sehen sich bäuerliche Interessenvertretungen in ihrer Kritik am Mercosur-Abkommen betätigt. 

Gefahr durch Mercosur-Abkommen

Das Mercosur-Abkommen mit der Europäischen Union sieht vor, dass jährlich bis zu 99.000 Tonnen zusätzliches Rindfleisch aus Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay zollbegünstigt in die EU eingeführt werden dürfen. Kritiker befürchten vor allem bei hochwertigen Teilstücken einen erheblichen Preisdruck auf europäische Betriebe. Für Skeptiker des Abkommens ist das nun aufgetauchte brasilianische Hormonfleisch, das in der EU durch Kontrollversagen importiert wurde, Wasser auf ihre Mühlen. 

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Massives Kontrollversagen

Für EU-Abgeordneten Gerald Hauser (FPÖ) ist klar:

Das ist kein Einzelfall, sondern ein massives Kontrollversagen. Unsere angeblich so strengen Standards sind wertlos, wenn sie in der Praxis nicht durchgesetzt werden.

EU-Standards nicht eingehalten

Noch Ende Februar dieses Jahres habe die Europäische Kommission behauptet, dass die Europäische Union bei allen Lebensmittel-Einfuhren aus Drittstaaten verlangt, dass bei tierischen Erzeugnissen für den EU-Markt die EU-Standards bei den Rückständen an pharmakologischen Stoffen (Medikamentenresten) eingehalten werden. „Und keine zwei Wochen später lesen wir in der Zeitung von einem Skandal!“, zeigte sich Hauser verärgert. 

Unbequeme Fragen

In diesem Zusammenhang will Hauser unbequeme Fragen in Form einer parlamentarischen Anfrage an die Kommission stellen. Etwa jene: Wie konnte hormonbelastetes Fleisch trotz bestehender Kontrollen auf unserem Markt gelangen? Welcher Prozentsatz der Importe wird tatsächlich auf Antibiotika, Hormone und andere Rückstände getestet?


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